Platzmangel im Kindergarten Merfeld
Kita-Kinder im Container

Merfeld. Der Merfelder Kindergarten bekommt ab August eine fünfte Gruppe - die allerdings wegen Platzmangel in einen Container einziehen muss.

Dienstag, 25.06.2019, 10:30 Uhr aktualisiert: 25.06.2019, 11:00 Uhr
Platzmangel im Kindergarten Merfeld: Kita-Kinder im Container
Der St.-Antonius-Kindergarten ist zu klein: Der Jugendhilfeausschuss entscheidet heute darüber, ob er eine fünfte Gruppe bekommt, die zunächst im Container untergebracht ist. Foto: Markus Michalak

In Merfeld muss kurzfristig zum neuen Kindergartenjahr eine fünfte Gruppe für Kinder unter drei Jahren (U3) eröffnet werden. Dafür soll ein Container bereitgestellt werden. Auch darüber werden die Politiker entscheiden.

Das Aufstellen der Container soll rund 330.000 Euro kosten - inklusive Anschaffung. Noch in der Mai-Sitzung hatte der Erste Beigeordnete Christoph Noelke gesagt, dass er aus Kostengründen auf eine Containerlösung gerne verzichten würde.

Eltern waren gegen Interimskita

Das hätte vorausgesetzt, dass die Eltern der neun Merfelder Kinder, für die im Kindergarten St. Antonius kein Platz mehr ist, Alternativangebote wie Kindertagespflege oder Unterbringung in der Interimskita auf dem ehemaligen Kasernengelände im Dernekamp in Anspruch nehmen. Die Eltern haben sich dagegen entschieden.

Für vier Kinder wird ein Kita-Platz ab dem 1. August benötigt, für drei Kinder ein Platz ab dem 1. Januar 2020, teilt die Verwaltung mit. Ausdrücklich soll der Container nur eine Zwischenlösung sein.

Container sind Zwischenlösung

Angestrebt wird eine dauerhafte Lösung (Anbau oder Neubau), bei der die Entwicklung der Grundschule mit berücksichtigt wird (die Kita ist im Schulgebäude untergebracht).

Was die Planung so schwierig macht, ist die Tatsache, dass immer mehr Eltern für immer jüngere Kinder einen Kita-Platz beanspruchen, um Familie und Beruf miteinander vereinbaren zu können.

Planung ist schwierig

Also müssen Plätze für Mädchen und Jungen geschaffen werden, die noch nicht geboren, deren Mütter noch nicht einmal schwanger sind. Der Rückgriff auf Erfahrungswerte sei gerade im Fall Merfeld schwierig, weil, so die Verwaltung, „die Anzahl der Kinder in den einzelnen Jahrgängen sehr schwankend ist“.

Sondersitzung für Ausschuss am Dienstag

Der Container in Merfeld böte Platz für einen Gruppenraum, Sanitäranlagen und einen kleinen Schlafraum.

Das Thema steht auf der Tagesordnung bei einer Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses am Dienstag, 16.45 Uhr im Rathaus.

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