Mini-Tropfsteine unterm Brücken-Gewölbe
Abwasserwerk restauriert Wehr an der Teichsmühle

Hausdülmen. Die Große Teichsmühle ist trocken gelegt worden: Für die Sanierung des historischen Wehrs wurde der Heubach gestaut. Eine unschöne Überraschung waren die Kosten für dieses Projekt.

Mittwoch, 19.06.2019, 19:00 Uhr
Mini-Tropfsteine unterm Brücken-Gewölbe: Abwasserwerk restauriert Wehr an der Teichsmühle
Unter der Brücke: Derzeit ist das Wehr eingerüstet. Foto: Kerstan

Tropfsteine an der Große Teichsmühle? Naja, zumindest in der Mini-Ausführung. Unter den Gewölben der historischen Brücke zeigt Frank Wackernagel auf die kleinen Stalaktiten, die von der Decke herabwachsen. Hier fließt Wasser von oben durch das Mauerwerk, wäscht dabei Kalk mit aus - und bildet so die Mini-Tropfsteine.

Dass Wackernagel, Mitarbeiter des Abwasserwerkes, überhaupt unter der Brücke stehen kann - und zwar ohne Gummistiefel -, liegt an der Sanierung des Stauwehres. Dafür wurde ein Teil des Heubachs trockengelegt.

Zwei Barrieren legen Baustelle trocken

Zwei Barrieren aus sogenannten Big Packs und tonhaltiger Erde halten vor und hinter der Baustelle das Wasser zurück. Das hat, so sieht selbst der Laie, im Laufe der Zeit dem Brückengemäuer ganz schon zugesetzt. An einer Stelle kann Wackernagel problemlos einen Ziegel lösen.

Auf der Brücke, wo einst der historische Hellweg Richtung Sythen verlief, sind jetzt die drei Gewölbe sichtbar. In der Mitte Naturstein, rechts und links davon Klinker. In der Brüstung sind bereits Steine markiert, die bei der Sanierung ausgetauscht werden müssen.

Enge Arbeit mit Denkmalschützern

Die Frage ist nur: Womit? Wackernagel und seine Kollegin Bernadette Geiger zeigen auf mehr als ein Dutzend Klinkersteine, die auf der Brüstung liegen. Welche Sorte davon ausgewählt wird? Das wird noch zusammen mit Denkmalschützern entschieden.

Mit denen arbeite man insgesamt sehr eng zusammen, betont Wackernagel. In der nächsten Woche sollen bei einem Termin die nächsten Schritte abgestimmt werden.

Brücke bekommt eine neue Decke

Klar ist bereits: War über den Gewölben bisher eine Sandschicht und darüber Beton, so kommt nun eine Betondecke und danach eine Pflasterung aus Naturstein. So soll verhindert werden, dass künftig Wasser in das Bauwerk eindringt. Die Sandsteine der Brüstungsabdeckung, die eisernen Anker, die Nagelklammern - alles wird aufgearbeitet, betont Geiger.

Und so teuer wird es

Und das ist teuer: Eigentlich hatte das Abwasserwerk mit Kosten von 350.000 Euro kalkuliert. Am Ende werden es aber wohl rund 325.000 Euro mehr sein, den allgemein steigenden Baupreisen sei Dank.

Sanierung des Stauwehrs an der Großen Teichsmühle 2019

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