Dülmen soll sauberer werden
Rot-Grün ruft den Klimanotstand aus

Dülmen. Die Europawahl hat gezeigt: Der Klimaschutz ist insbesondere für junge Wähler das politische Thema Nummer eins. In Dülmen hat sich nun der große Wahlgewinner, die Grünen, mit dem großen Wahlverlierer, der SPD, zusammengetan, um zu beantragen, den Klimanotstand für Dülmen auszurufen.

Mittwoch, 05.06.2019, 18:09 Uhr
Dülmen soll sauberer werden: Rot-Grün ruft den Klimanotstand aus
Überall in Deutschland gehen junge Leute für den Umweltschutz auf die Straße. Foto: dpa

Sofern Rot-Grün eine Mehrheit im Stadtrat erhält, erklärt die Stadt Dülmen den Klimanotstand. Und das bedeutet mehr als eine rein symbolische Deklaration.

Das würde sich ändern

Die Auswirkungen auf das Klima sowie die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Nachhaltigkeit müssen künftig bei jeder Entscheidung berücksichtigt werden.

Die Stadt Dülmen soll die Bundesregierung auffordern, ihre Anstrengungen stärker am Klimaschutz zu orientieren.

Die Stadt Dülmen muss umfassend über den Klimawandel, seine Ursachen und Auswirkungen sowie über die Maßnahmen, welche gegen den Klimawandel ergriffen werden, informieren.

Die Stadtverordnetenversammlung fordert die Bürgermeisterin auf, dem Rat und der Öffentlichkeit alle zwölf Monate über Fortschritte und Schwierigkeiten bei der Reduktion der Emissionen Bericht zu erstatten.

Das sagen die anderen Fraktionen

Christian Wohlgemuth (FDP) hält nicht viel von einem Klimanotstand für Dülmen: „Ich bin insgesamt sehr enttäuscht von den Ökopopulisten“, reagiert er auf den jüngsten Vorstoß.

Markus Schmitz (CDU) hält zunächst einmal jede Initiative für berechtigt, die sich mit dem Problem des Klimawandels beschäftigt. „Wir werden diesen Antrag in der Fraktion diskutieren. Aber für mich stehen da auf den ersten Blick noch zu wenig konkrete Maßnahmen drin, mit denen wir in Dülmen umweltpolitisch punkten könnten.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6668565?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819647%2F
Nachrichten-Ticker