Deutsche Glasfaser startet im Dernekamp und in Dülmen Süd die Bauphase
Schnelles Netz für 860 Haushalte

Dülmen. Die Deutsche Glasfaser startet im Dernekamp und in Dülmen Süd die Bauphase. Von 2000 Haushalten stehen 860 unter Vertrag. Auch für alle übrigen Haushalte in diesem Bereich wird das Glasfaser-Netz bis zur Grundstücksgrenze verlegt. Während der Bauzeit winken noch Sonderkonditionen.

Mittwoch, 22.05.2019, 18:30 Uhr
Deutsche Glasfaser startet im Dernekamp und in Dülmen Süd die Bauphase: Schnelles Netz für 860 Haushalte
Der Beratungsbedarf der Dülmener war enorm. Lange Schlangen bildeten sich vor den Experten der Deutschen Glasfaser. Foto: Michalak

Auch wenn Michael Molitor, Vertriebsleiter der Deutschen Glasfaser, noch Luft nach oben sieht: Ein Start ist mit der Bauphase in Dülmen Süd und im Dernekamp gemacht. „Von 2000 Haushalten in den beiden Polygonen haben wir bislang 860 unter Vertrag“, berichtete er auf dem Infoabend am Dienstag im Alextagwerk vor 200 Gästen.

Weiterhin Sonderkonditionen

Das Gute daran: Auch für alle übrigen Haushalte in diesem Bereich wird das Glasfaser-Netz bis zur Grundstücksgrenze verlegt. „In der Bauphase haben alle die Chance, zu unseren Sonderkonditionen auf den Zug aufzuspringen“, betonte Molitor. Wenn ein Straßenzug aber erst einmal abgeschlossen sei, werden pro Haushalt Anschlussgebühren fällig.

Vereine sollen helfen

Die schlechte Nachricht: Noch in keinem anderen Polygon ist die Deutsche Glasfaser so weit wie in Dülmen Süd und im Dernekamp. Das Unternehmen will aber den Start der Bauphase nutzen, um auch im übrigen Stadtgebiet Kunden zu gewinnen. „Dabei können auch die Vereine helfen, wenn sie Mitglieder gezielt auf das Angebot ansprechen und für vermittelte Verträge Provisionen in die Vereinskasse fließen“, gab Breitbandkoordinator Jochen Wilms von der Wirtschaftsförderung des Kreises am Rande der Veranstaltung einen Weg bekannt, der anderswo schon gut funktioniere.

Hausbegehungen beginnen

Die Generalunternehmen Grethen beginnt nun mit den Hausbegehungen. „Die sind notwendig, um festzulegen, wo genau die Leitungen auf dem Grundstück verlegt und ins Haus geführt werden sollen. Auch die Installationswege im Haus werden gemeinsam festgelegt“, erläuterte Molitor.

Bevor die Leitungen in die Häuser kommen, werden ab Mitte Juni zunächst drei so genannte PoP (Point of Presence) aufgestellt. Von diesen Verteilerhäuschen aus werden 45 unterirdische Distributoren mit Glasfaserleitungen versorgt, die dann in die einzelnen Haushalte abzweigen.

„Unsere Tiefbauarbeiten sind in aller Regel in einem Tag abgeschlossen“, versicherte Bauleiter Josef Hüssler. Das bedeutet: Pflasteraufnahme, Kabelverlegung und Pflasterschließung sollten nicht länger als einen Arbeitstag dauern.

Das muss der Kunde berücksichtigen

Der Kunde muss dabei nur zweierlei berücksichtigen: „Sie müssen den Leitungsweg vom Keller bis zum Router vorbereiten“, erklärte Hüssler. Und wer sich für einen Anbieterwechsel entschieden hat, der sollte sich auf kein Angebot des Wettbewerbers mehr einlassen. „Sobald Ihre Kündigung beim alten Anbieter vorliegt, wird der Ihnen vermutlich attraktive Angebote zur Vertragsverlängerung machen. Sobald Sie da einmal Ja sagen, können wir Ihre Telefonnummer natürlich nicht mehr zu uns portieren“, mahnt Molitor zur Standhaftigkeit gegenüber dem Wettbewerber.

Anschluss bis Jahresende

Bis Ende dieses Jahres dürfte es noch dauern, bis alle Partner-Haushalte angeschlossen sind und das Glasfaserkabel eingespeist werden kann. Allerdings läuft es bislang nur Dernekamp und in Dülmen Süd. Die Stadt hatte anfangs die Hoffnung, dass das gesamte Stadtgebiet Glasfaser bekommt. Doch bislang liegen die Verträge in Nord und Ost bei mageren 20 Prozent. 40 Prozent aller potenziellen Haushalte müssen aber mitmachen, bevor das Kabel verlegt wird.

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