Laschet zeichnet Dülmener aus
Theo Schwedmann bekommt Landesorden

Dülmen. Große Ehre für Theo Schwedmann: Der Dülmener ist von Ministerpräsident Armin Laschet mit dem Landesverdienstorden ausgezeichnet worden. Das hat viel mit Schwedmanns besonderer Verbindung nach Israel zu tun.

Dienstag, 14.05.2019, 18:45 Uhr aktualisiert: 15.05.2019, 15:13 Uhr
Laschet zeichnet Dülmener aus: Theo Schwedmann bekommt Landesorden
Von Ministerpräsident Armin Laschet (r.) erhielt Theo Schwedmann am Dienstag den Landesverdienstorden. Foto: Land NRW/Uta Wagner

„Ihr Israel-Virus ist vielleicht das wirksamste Gegengift zu Antisemitismus, zu Hass und Fremdenfeindlichkeit“, würdigte Ministerpräsident Armin Laschet den Einsatz von Theo Schwedmann für die Verständigung mit Israel. Der Dülmener wurde am Dienstag, ebenso wie 18 weitere Frauen und Männer aus NRW, in einer Feierstunde in Düsseldorf mit dem Landesverdienstorden ausgezeichnet.

Laschet griff in seiner Laudatio eine Äußerung Schwedmanns auf. Der hatte von sich selbst einmal gesagt, dass er vom Israel-Virus befallen sei.

Regelmäßige Reisen nach Israel

Wer den Dülmener kennt, weiß, was er damit meint. Regelmäßig reist er in das Land, durch seine Versöhnungsarbeit, die dazu beitragen soll, den Holocaust aufzuarbeiten und zu verstehen, sind viele Freundschaften und persönliche Beziehungen nach Israel entstanden.

Als Lehrer hatte Schwedmann viele Holocaust-Zeitzeugen in die Schule eingeladen, die vor Schülern berichteten. Von 1997 bis 2013 leitete er das landesweite Lehrerfortbildungsprojekt „Erziehung nach Auschwitz“, organisierte für Lehrer Besuche der Gedenkstätte Yad Vashem oder begleitete zahlreiche Schülergruppen dorthin.

Buchprojekt über Helga Becker-Leeser

Mit seiner Unterstützung entstand in Dülmen das Buch über Helga Becker-Leeser, die sich als Kind mir ihrer Familie vor den Nazis verstecken musste („Von allem etwas ...), das Schüler der Hermann-Leeser-Schule entwickelten.

Internationale Anerkennung für Theo Schwedmann

Daran erinnerte der Ministerpräsident in seiner Dankesrede. Er betonte, dass Schwedmanns Arbeit auch internationale Würdigung erfahren habe: Die International School for Holocaust Studies hatte ihm gedankt und ihm einen Schlüssel „zu unseren Herzen und zu Yad Vashem“ überreicht, wie es damals hieß.

Laschet selbst bezeichnete den Einsatz Schwedmanns abschließend als „ein Stärkungsmittel für das friedliche Zusammenleben in unserem Land“.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6612907?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819647%2F
Nachrichten-Ticker