Jentschura hat noch keinen Käufer für das Grundstück gefunden
Still ruht die Biker‘s Farm am Bulderner See

Buldern. Bis ins Jahr 2013 hinein war die Biker‘s Farm am Bulderner See ein steter Zankapfel zwischen Gastwirtin, Stadtverwaltung und den Anwohnern rund um den Samsonsee. Lärmbelästigung, Verkehrsaufkommen, Parkmöglichkeiten - das alles führte zum Dauerstreit.

Dienstag, 23.04.2019, 18:30 Uhr
Jentschura hat noch keinen Käufer für das Grundstück gefunden: Still ruht die Biker‘s Farm am Bulderner See
Eingänge, Dach und Mauerwerk des ehemaligen Hotels Biker’s Farm verwildern zusehends. Noch ist kein Käufer in Sicht. Foto: Michalak

Vor sechs Jahren gab Petra Kußler den Betrieb des weit über die Stadtgrenzen hinaus beliebten Motorradtreffs dann aber endgültig auf, ein neuer Pächter für den Motorradtreff wurde nie gefunden. Noch im selben Jahr kaufte der Münsteraner Unternehmer Dr. Peter Jentschura das Biker-Hotel am Bulderner See.
Der erfolgreiche Drogist plante in Buldern ein großes Regenerierungszentrum mit Hotelbetrieb, das Kunden in ganz Europa anlocken sollte. Uferbereich und Umfeld sollten deutlich verschönert werden. Doch aus den ambitionierten Bauplänen wurde letztlich nichts: Die Jentschura GmbH zog es vor, in ihre Produktionsstätten für Gesundheitsprodukte in Roxel zu investieren. Seit Anfang 2014 ist es still um die Biker‘s Farm geworden.
Das Areal in einer landschaftlich schönen Umgebung steht zum Verkauf: „Wir haben immer mal Anfragen und wir hätten auch schon verkaufen können. Einigen Bewerbern haben wir aber abgesagt“, erklärt Barbara Jentschura, die Tochter des Unternehmensgründers. Mal schien der Investor nicht über ausreichende Mittel zu verfügen, mal passte das Konzept nicht.
Man wolle die gute Nachbarschaft zum Surfclub, zu den Anglern und zu den Naturschützern auf jeden Fall auch in Zukunft sicherstellen. „Es ist ja kein Geheimnis, dass sich auch die Stadt hier eine sanfte Gastronomie wünschen würde, die sich in das Hochwasserschutzgebiet und das Freizeitkonzept gut einfügt.“
Genau das war auch der Wunsch einer Interessengemeinschaft, die sich kurz nach dem Scheitern der Jentschura-Pläne mit der Folgenutzung beschäftigt hatte. Gegenwärtig ist jedoch kein konkreter Kaufinteressent in Sicht. „Aber das braucht eben auch seine Zeit, bis sich herumspricht, dass ein solches Grundstück zum Verkauf steht“, bleibt Jentschura optimistisch.

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