Fahrradklima-Test des ADFC
Gute Wegweisung - schlechte Wege

Dülmen. Erneut den fünften Platz bei den Städten zwischen 20.000 und 50.000 Einwohnern belegte Dülmen beim bundesweiten Fahrradklima-Test des ADFC (DZ berichtete). „Bei der Benotung sind wir allerdings von 2,7 auf 3,0 zurückgefallen“, sah ADFC-Ortsgruppensprecher Werner Schwering auch Schwachpunkte. Die besten Noten gab es von den Teilnehmern an der Befragung dafür, dass viele Einbahnstraßen auch in Gegenrichtung für Radfahrer geöffnet sind. „Punkten konnten wir auch damit, dass das Radfahren teilweise auch in der Fußgängezone gestattet ist.“ Positiv bewerteten die Befragten die gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums und die Werbung für das Radfahren.

Mittwoch, 10.04.2019, 18:49 Uhr
Fahrradklima-Test des ADFC: Gute Wegweisung - schlechte Wege
Bei der Wegweisung für Radfahrer gaben die befragten Dülmener die Note 2,5, für die Oberfläche der Radwege eine 3,6. Foto: Leon Baumeister

Punktabzüge gab es für die wenig attraktive Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln, die holprigen und unebenen Radwege und die häufigen Fahrraddiebstähle. Schwering teilt die Kritik, hofft aber bei der nächsten Umfrage auf bessere Noten, „denn im Augenblick ist die Einrichtung von Fahrradstraßen in der Diskussion, wozu wir auch in den Workshops unsere Vorschläge einbringen können.“ Erleichterungen könne es für Radfahrer auch durch den Bau des neuen Bahnhofs gegen, wo sich Dülmens ADFC-Sprecher auch ein bewachtes Fahrradparkhaus vorstellen kann. Schwer sei es für Radfahrer, sich zusammen mit seiner Leeze in den Bahnhofs-Aufzug zu quetschen, „und mit mehreren Packtaschen muss man dann schon auf die Treppe ausweichen.“ Eine bessere Anbindung nach Buldern und Coesfeld sieht Schwering ebenfalls als Pluspunkte für die Zukunft, „und vielleicht könnten wir für unsere Region auch die gute Idee mit den Fietsenbus aus der Nachbarschaft übernehmen.“

Was bei Gemeinden wir Heek, Reken und Wettringen für positive Bewertungen bei Radtouristen sorgte, wird vor Ort auch von Dülmen Marketing betrieben. „Das fängt schon an der Fahrradstation an, wo für Besucher mit der Bahn anreisen, verschiedene Fahrräder, Pedelecs sowie Kinderräder, Anhänger und Kindersitze bereithalten“, so Katrin Finn-Wedeler. Zusammengestellt wurde für Radtouristen auch ein umfangreiches Angebot von Radwanderwegen.

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