Karl Schiewerling arbeitet an der Zukunft der Rente
Zwischen Anspruch und Fürsorge

Dülmen. Der heimische Sozialpolitiker Karl Schiewerling (CDU) kümmert sich im Auftrag der Bundesregierung um die Zukunft der Rente. In der Rentenkommission will er gemeinsam mit Politikern, Wissenschaftlern, Gewerkschaftern und Arbeitgebervertretern in etwa einem Jahr ein Konzept für die Zukunft der Rente ab 2025 vorlegen.

Sonntag, 07.04.2019, 18:45 Uhr aktualisiert: 07.04.2019, 19:00 Uhr
Karl Schiewerling arbeitet an der Zukunft der Rente: Zwischen Anspruch und Fürsorge
Besuchte Dülmen auf Einladung der CDA: Karl Schiewerling. Foto: Michalak

Auf Einladung der Christlichen Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) diskutierte er am Freitag mit Parteifreunden im Dülmener Kolpinghaus über eine mögliche Grundrente, wie sie aktuell Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ins Spiel gebracht hat.

Schiewerling erinnerte daran, dass die Idee, die Lebensleistung finanziell nicht geringer zu stellen als die Grundsicherung, bereits in der schwarzgelben Koalition diskutiert wurde. „Im Ziel sind wir uns mit der SPD einig, dass ein Mensch, der beruflich getan hat, was er konnte, nicht zum Grundsicherungsamt gehen muss.“ Das sei ein Gebot der Menschenwürde.

Doch der Weg, dieses Ziel zu erreichen, sei keineswegs leicht. Kann den Rentern zugemutet werden, dass ihre Bedürftigkeit überprüft wird? „Wir haben zwei Systeme. Das Versicherungssystem der Rente und das Fürsorgesystem des Staates. Verzahnt man beide, knirscht es.“ Genau das müsste jedoch Schiewerling zufolge dringend geschehen, wenn es am Ende fair zugehen soll. „Die Rentenversicherung kennt ja keine Bedürftigkeitsprüfung.“

Mehr zum Thema bringt die Dülmener Zeitung am Montag in Printausgabe und E-Paper.

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