Von der Nordsee in die Verwaltung
Ex-Industriekletterer arbeitet bei der Stadt

Dülmen -

Patrik Widuch ist ausgebildeter Höhenretter und Industriekletterer - und arbeitet seit einiger Zeit in der Stadtverwaltung in Dülmen.

Freitag, 05.04.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 22:46 Uhr
Patrik Widuch (rechts mit GW-Hausdülmen-Trikot) bei einem Sea-Survival-Training auf dem offenen Meer.
Patrik Widuch (rechts mit GW-Hausdülmen-Trikot) bei einem Sea-Survival-Training auf dem offenen Meer. Foto: privat

Seit einigen Wochen sieht man ein neues Gesicht in der Verwaltung der Stadt Dülmen. Patrik Widuch ist 33 Jahre alt und kommt aus Hausdülmen. Soweit nichts Besonderes. Interessant ist jedoch die Vergangenheit des gelernten Konstruktionsmechanikers. Denn er war als Höhenretter und Industriekletterer an der Konstruktion eines Windparks mitten in der Nordsee beteiligt. Doch wie kommt man von dort in die Dülmener Stadtverwaltung?

„Ich war vor einigen Jahren für einen anderen Energiekonzern als Aufbaumonteur auf Montage“, beginnt Widuch. „Schon dort habe ich mich mit Windenergie beschäftigt.“ Unter anderem war er damals in Frankreich, Portugal und Tschechien unterwegs.

Nach dieser Zeit überlegte er sich, als Windenergiemechaniker zu arbeiten - und zwar Offshore. Das bedeutet, der Arbeitsplatz befindet sich auf dem offenen Meer. Damit dies möglichst gefahrlos funktioniert, machte Widuch eine siebenwöchige Intensivausbildung mit einem Überlebenstraining.

Nachdem er all das erfolgreich bestanden hatte, ging es los Richtung Nordsee. „Gearbeitet wurde immer mit demselben Team in einer Zwölfstundenschicht. Meine Aufgaben waren unter anderem das Montieren von Bauteilen in großer Höhe.“ Dafür hat Widuch die Weiterbildung zum Industriekletterer und Höhenretter absolviert.

Neben der spannenden Arbeit wurde aber auch auf der Plattform gelebt. „Jeder hatte eine Einzelkabine zum Schlafen. Gegen die Langeweile gab es ein Kino, ein Fitnessstudio mit Sauna, WLAN und TV.“

Alles Weitere zum Thema und wie Patrik Widuch schließlich in die Dülmener Stadtverwaltung kam, erscheint in der DZ am Samstag und im E-Paper.

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