Auch mal ein Wagnis eingehen
Esther Joy Dohmen über die Zukunft der VHS

Dülmen -

Politische Bildung ist ihr ein Anliegen, und so wagt es VHS-Leiterin Esther Joy Dohmen, Referenten wie Niko Paech einzuladen, die die Hörer mit ungewöhnlichen Haltungen konfrontieren. Im DZ-Interview zum bundesweiten VHS-Jubiläum spricht Dohmen über Herausforderungen für die Erwachsenenbildung.

Freitag, 05.04.2019, 18:30 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 22:44 Uhr
Digitalisierung, Vernetzung, politische Bildung: Esther Joy Dohmen sieht die Erwachsenenbildung vor vielen Herausforderungen.
Digitalisierung, Vernetzung, politische Bildung: Esther Joy Dohmen sieht die Erwachsenenbildung vor vielen Herausforderungen. Foto: Marcy

Die Einrichtung Volkshochschule (VHS) in Deutschland feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Zwar ist die VHS Dülmen - Haltern am See - Havixbeck noch nicht ganz so alt, sie gibt es erst seit 1978. Aber DZ-Redakteurin Claudia Marcy nahm das Jubiläum zum Anlass, mit VHS-Leiterin Esther Joy Dohmen über neue Herausforderungen in der Erwachsenenbildung zu sprechen.

Welches schöne Erlebnis verbinden Sie mit der Einrichtung Volkshochschule?
Esther Joy Dohmen: Oh, mein Mann und ich haben uns an der Volkshochschule bei einer Englisch-Prüfung kennen gelernt. Es passierte das, womit wir gar nicht gerechnet hatten: Wir verliebten uns ineinander. Da wir keine E-Mail-Adresse ausgetauscht hatten, bat ich die Programmbereichsleiterin der VHS, einen Brief an ihn weiterzuleiten. Was sie getan hat. Und seit fast fünf Jahren sind mein Mann und ich verheiratet!

Sie haben die Dülmener, Halteraner und Havixbecker aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Volkshochschulen in Deutschland gebeten, wahre Begebenheiten rund um die hiesige VHS zu schreiben. Wie viele Einsendungen gibt es schon?
Dohmen: Es ist bislang sehr, sehr übersichtlich. Ich hoffe, dass sich noch einige unserer Hörer hinsetzen und ihre VHS-Geschichte aufschreiben. Das besondere Merkmal einer Volkshochschule ist ja, dass es sich um ein niederschwelliges Angebot handelt: Die Kursgebühr kann sich fast jeder leisten. Es treffen hier also ganz unterschiedliche Menschen aufeinander und es kommt hier zu vielen unerwarteten Begegnungen.

Einige der Hörer-Geschichten sollen im neuen Jahresprogramm veröffentlicht werden. Was geschieht mit den Geschichten, die dort keinen Platz finden?
Dohmen: Die Idee war die, jedem Programmbereich eine Geschichte zuzuordnen. Das wären also fünf Geschichten, die im Jahresprogramm 2018/19 zu lesen sind. Was mit den anderen geschieht? Mal sehen, da fällt uns sicherlich noch etwas ein.

Wird es weitere Jubiläumsveranstaltungen in Dülmen, Havixbeck oder Haltern am See geben?
Dohmen: Wir haben das Jubiläumsjahr der VHS als Anlass genommen, um von einem Halbjahres- auf ein Jahresprogramm umzustellen. Damit haben wir nur noch eine Planungsphase im Jahr, das gibt uns Raum für andere Aufgaben. Zumal das gedruckte Programm für die Hörer gegenüber den elektronischen Medien wie Facebook oder online immer unwichtiger wird. Ansonsten sind keine Jubiläumsveranstaltungen geplant. Aber gut möglich, dass wir im November noch einmal zu einem Tag der offenen Tür in die Alte Sparkasse einladen.

Das gesamte Interview erscheint in der Samstagsausgabe der DZ und im E-Paper.

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