Einbrecherbande steht in Bielefeld vor Gericht
Beutezug endete nach Tat in Dülmen

Dülmen. Gute Verkehrsanbindung war obligatorisch - damit die Beute mit gestohlenen Transportern schnell weggeschafft werden konnte. Für eine ganze Reihe von Einbrüchen in Firmen und Werkstätten muss sich eine Bande derzeit vor dem Landgericht Bielefeld verantworten.

Dienstag, 02.04.2019, 18:30 Uhr
Einbrecherbande steht in Bielefeld vor Gericht: Beutezug endete nach Tat in Dülmen
Foto: dpa

In Dülmen schlugen sie am 14. Oktober in einer Firma für Landtechnik nahe der B474 zu und zeigten sich erfinderisch: Zwei Tresore schweißten sie mit vor Ort gefundenen Geräten auf, nachdem sie sich fremde Arbeitsanzüge übergezogen hatten. Die gestohlenen Werkzeuge rollten sie in Mülltonnen zu einem Kastenwagen, mit dem sie vom Tatort flohen. Ihr Pech, dass sie wenig später von der Polizei in Bottrop geschnappt wurden - die war ihnen schon länger auf der Spur. Die Beute aus Dülmen wurde dabei sichergestellt.
Insgesamt geht die Staatsanwaltschaft von einem Beutewert von mehr als 400.000 Euro aus, hinzu kommt der Sachschaden durch die Beschädigung an den Gebäuden: In Dülmen demolierten sie das Hallentor, um den Transporter herausfahren zu können und verursachten allein dadurch einen Schaden von 10.000 Euro.

Alle sechs mutmaßlichen Bandenmitglieder befinden sich in Untersuchungshaft. Einer legte gestern zum Prozessauftakt ein umfassendes Geständnis ab und belastet die anderen Angeklagten. Für den Prozess sind noch mehrere Tage bis Juni angesetzt.

Mehr zum Prozess in der Mittwochs-Printausgabe der DZ und im E-Paper.

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