Neue Formen für Urnengräber auf dem Waldfreidhof
Initiativkreis und Zentralrendantur präsentieren Ergebnisse

Dülmen -

Am Freitagmittag trafen sich die Vertreter der Zentralrendantur Coesfeld-Dülmen und der Initiative Kolumbarium zu einem Pressegespräch. Dort wurden die Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit präsentiert. Drei neue Formen für Urnengräber soll es künftig auf dem Waldfreidhof geben.

Freitag, 08.03.2019, 19:30 Uhr
Die Mitglieder der Planungsgemeinschaft „Neue Bestattungsformen auf dem Waldfriedhof“ sind zufrieden mit dem Ergebnis.
Die Mitglieder der Planungsgemeinschaft „Neue Bestattungsformen auf dem Waldfriedhof“ sind zufrieden mit dem Ergebnis. Foto: Beena Shaikh

Alter Baumbestand und großzügige Grünflächen - dafür ist der Waldfriedhof in Dülmen bekannt. Vor rund 90 Jaren wurde dieser geplant, um möglichst viele Tote würdevoll in klassischen Sarggräbern aufnehmen zu können.

Heutzutage wird jedoch eine andere Form der Bestattung immer beliebter: die Urnenbeisetzung. „Die Anzahl der Urnenbeisetzungen hat in den letzten Jahren zugenommen“, erklärt Günther Fehmer, Leiter der Zentralrendantur Coesfeld-Dülmen, im Pressegespräch. „In 2018 hatten wir einen Anteil an Urnenbestattungen von 44 Prozent, in den ersten zwei Monaten in 2019 liegt der Anteil bei 48 Prozent.“ Dabei steige die Nachfrage nach Grabarten, bei denen Angehörige keine Pflegeverpflichtung mehr hätten, generell.

Um diesen steigenden Bedarf abdecken zu können, hat die Zentralrendantur gemeinsam mit dem Initiativkreis Kolumbarium Dülmen ein neues Konzept für Urnenbestattungen ausgearbeitet. „Unsere Initiative hat herausgefunden, dass Bestattungen in Form von Kolumbarien stark nachgefragt sind“, betont Wolfgang Schreiber, Sprecher der Initiative Kolumbarium. Mit ins Boot geholt wurde zudem Landschaftsarchitekt Rolf Teschner. Das Ergebnis der Planungen sind drei neue Bestattungsformen für Urnen auf dem Waldfriedhof in Dülmen.

„Es wird einen Urnenwald geben, eine Fläche für Baumbestattungen und einen Urnenwandhügel“, erläutert Teschner die Ergebnisse. „Der Urnenwald ähnelt einem Ruheforst - er ist naturbelassen und ursprünglich. Die Baumbestattung wird so aussehen, dass auf einer gepflegten Rasenfläche locker verteilte Urnengräber unter markanten Bäumen liegen.“

Hauptplanungspunkt ist jedoch der Urnenwandhügel, eingelassen in eine parkähnliche Umgebung.

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