Stieftochter heimlich im Bad gefilmt
Überraschendes Urteil in Familiendrama

Dülmen -

Ein Vater soll seine 15-jährige Stieftochter beim Baden gefilmt haben. Dieser Fall wurde nun am Amtsgericht Dülmen verhandelt - mit einem unerwarteten Ergebnis.

Freitag, 08.03.2019, 19:00 Uhr
Symbolbild
Symbolbild Foto: Volker Hartmann / dpa

Die Kamera ruckelt, als sie eingeschaltet wird. Sekunden später ist der Angeklagte, der zuvor nach eigenen Angaben auf der Toilette war, zu hören, wie er seine Stieftochter ruft, dass das Bad jetzt frei ist. Die Schülerin schließt sich ein und beginnt sich zu entkleiden, weil sie baden will.
Nach nur 90 Sekunden stoppt die Richterin am Amtsgericht Dülmen in der Strafverhandlung gegen einen 41-jährigen Dülmener am Donnerstag die Aufnahme.

Das Video ist am 16. Januar 2018 mit einer Digitalkamera, die in einem Körbchen versteckt worden war, entstanden. Gefilmt wurde durch ein kleines Loch im Badezimmer der Familie.

Zuvor hatte die Mutter des Mädchens selber gebadet. „Ich habe noch eine Haarkur aus dem Korb genommen. Da war keine Kamera.“ Somit kann für die Richterin die Kamera erst ins Bad gelangt sein, als der Angeklagte auf der Toilette gewesen ist.

Der Angeklagte bestreitet den Tatvorwurf vehement. „Ich habe die Kamera 2012 gekauft und 2013 zuletzt benutzt. Ich wusste nicht einmal, wo diese ist.“ Nachdem die Schülerin die Kamera an dem 16. Januar 2018 im Bad entdeckt hatte, hatte sie sich angezogen und war zu einer Schulfreundin gelaufen. Sie habe viel geweint.

Auf Nachfrage des Staatsanwaltes erklärte die Freundin: „Ich kann mir vorstellen, dass sich meine damalige Freundin das alles selber ausgedacht hat.“ Das Verhältnis des Mädchens zum Stiefvater sei nicht gut gewesen.

Alles Weitere zu diesem Fall und das überraschende Urteil finden Sie in der DZ-Ausgabe von Samstag und im E-Paper.

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