Straßen. NRW muss ersten Straßenabschnitt erneut ausschreiben
Die unendliche B67n-Geschichte

Dülmen. Eigentlich sollte mit der B67n zwischen Autobahnanschluss Dülmen Nord und Merfelder Bahnhof in diesen Tagen begonnen werden. Diese rund vier Kilometer lange Teilstrecke sollte die bestehende B474 schon entlasten, bevor die B67n fertiggestellt wird. Doch daraus wird nichts.

Dienstag, 05.03.2019, 18:49 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 19:26 Uhr
Straßen. NRW muss ersten Straßenabschnitt erneut ausschreiben: Die unendliche B67n-Geschichte
Doch noch nicht ganz geschafft: Der Bau der B67n geht für mindestens ein weiteres Jahr in die Verlängerung. Foto: Michalak

Straßen.NRW hat den Bauunternehmen, die sich um Aufträge an dem Mammutprojekt beworben hatten, mitgeteilt, dass die komplette Ausschreibung wiederholt werden muss. Vor dem zweiten Halbjahr 2019 sei nicht mehr damit zu rechnen, dass die Auftragsvergabe abgeschlossen werden kann.

Damit geht eines der ambitioniertesten Straßenbauprojekte in der Region, dessen Planungsgeschichte 50 Jahre zurückreicht, erneut um mindestens ein Jahr in die Verlängerung.

Verantwortlich hierfür ist die gleichzeitige Ausschreibung für Facharbeiten der Archäologen. Diese müssen wichtige Bodendenkmäler dokumentieren, bevor der Straßenbau die Fläche für lange Zeit versiegelt. „Eines der Unternehmen, das sich an der europaweiten Ausschreibung beteiligte, hatte bei der Bezirksregierung Münster Beschwerde gegen unseren Ausschreibungstext eingelegt. Er sei bezüglich der Leistungen missverständlich. Die Bezirksregierung hat diesen Einwand geprüft und bestätigt“, bedauert Christian Drescher, Abteilungsleiter Straßenbau, die neuerliche Verzögerung.

Der Straßenbau sei ursprünglich zeitgleich mit der Archäologie ausgeschrieben worden, „gerade weil wir ja diesen wichtigen ersten Teilabschnitt der B67n schnell erledigen wollten.“

Doch jetzt sei der zeitliche Abstand zwischen neuer Ausschreibung Archäologie und Ausschreibung Straßenbau einfach zu groß. „Wir müssen beide Aufträge deshalb noch einmal komplett neu vergeben“, erklärt Drescher. Wann es nun endlich losgeht mit Baggern und Asphalt-Kochern? Da wagt Drescher derzeit keine Prognose mehr.

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