Keine Spur vom Statuen-Schänder
Geld für Wegekreuze

Dülmen. Wer als Investor baut, der muss dafür Geld für ökologische Ersatzleistungen an die Kreisverwaltung entrichten. 100.000 Euro aus diesem Topf sollen nun insgesamt in Erhalt und Sanierung der rund 430 Bildstöcke und Wegekreuze im Kreisgebiet investiert werden, da diese „in besonderer Art und Weise die Kulturlandschaft des Münsterlandes prägen“, wie es in einer Vorlage an den Kreis-Umweltausschuss heißt. Am Erhalt und an der Sanierung der Bildstöcke und Wegekreuze bestehe ein großes öffentliches Interesse, heißt es weiter.

Montag, 04.03.2019, 17:39 Uhr aktualisiert: 04.03.2019, 17:50 Uhr
Keine Spur vom Statuen-Schänder:  Geld für  Wegekreuze
Die Figuren vor der Kapelle Heilig Kreuz sind nach der Zerstörung noch nicht instand gesetzt. Foto: Michalak

20.000 Euro von diesem Ersatzgeld kann der Kreis Coesfeld in diesem Jahr an Eigentümer von Wegekreuzen oder Bildstöcken ausschütten, die einen entsprechenden Antrag an die Kreisverwaltung stellen müssen. Bislang liegen dem Kreis 13 solcher Anträge vor, darunter vier aus Dülmen.

Insbesondere in Dülmen dürfte es einen vergleichsweise hohen Bedarf an einer solchen Sanierung geben, nachdem hier ein unheimlicher Frevler vor zweieinhalb Jahren sein Unwesen trieb. So viele Heiligenstatuen, Ehrenmäler und Wegekreuze wurden damals beschädigt, dass sich schließlich sogar der Staatsschutz in Münster einschaltete und eine Sonderkommission eingerichtet wurde. Von den Tätern fehlt trotz hohen Ermittlungsdrucks bis heute jede Spur. Zum Glück riss die Serie der Beschädigungen Ende 2016 dann aber so plötzlich ab, wie sie begonnen hatte.

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