Was Kinderbetreuung kosten soll
Für viele Eltern wird's billiger

Dülmen. Zum neuen Kindergartenjahr, das am 1. August beginnt, soll eine neue Beitragssatzung gelten. Die Verwaltung hat dazu Vorschläge ausgearbeitet, so wie es ihr Ende des vergangenen Jahres von der Politik aufgetragen worden war.

Freitag, 01.03.2019, 19:31 Uhr aktualisiert: 01.03.2019, 19:40 Uhr
Was Kinderbetreuung kosten soll: Für viele Eltern wird's billiger
Familien sollen bei den Kita-Gebühren entlastet werden - das ist das gemeinsame Anliegen von Politik und Verwaltung. Foto: Archiv

Der Jugendhilfeausschuss wird am Mittwoch (6. März) in der Sitzung ab 17.15 Uhr im Rathaus über die vorgeschlagenen Änderungen debattieren.

Die Verwaltung hatte sich in ihrer Überarbeitung der Satzung von dem Gedanken leiten lassen, dass Kinder nicht aus finanziellen Gründen an dem Besuch einer Kindertageseinrichtung (Kita) oder offenen Ganztagsschule (OGS) sowie der Inanspruchnahme von Kindertagespflege gehindert werden sollen. Die Änderungen sollen folglich Familien mit mehreren Kindern entlasten sowie Familien mit geringem Einkommen, stellt die Verwaltung in ihrer Vorlage für die Sitzung des Ausschusses fest. Eine Rückkehr zu der früheren Regelung, wonach für Geschwisterkinder in Kitas kein Beitrag zu zahlen ist (die SPD hatte im vergangenen Jahr einen entsprechenden Antrag formuliert), ist aus Sicht der Verwaltung nicht sinnvoll. Dadurch würden vor allem Eltern mit höherem und hohem Einkommen entlastet und zwar mit bis zu 1380 Euro jährlich, rechnet die Stadt vor. Die Bezieher der untersten Einkommensstufen würden hingegen nur 250 Euro pro Jahr sparen.

Es gilt eine differenzierte Einkommenstabelle nach der sich der monatliche Beitrag für eine Betreuung in der Kita, in der Kindertagespflege oder in der Offenen Ganztagsschule berechnet. Sie enthält 34 statt wie bisher 37 Einkommensstufen und beginnt mit einem Jahreseinkommen von bis zu 24.000 Euro (beitragsfrei). Die weiteren Einkommensstufen erhöhen sich zunächst in 2000er-Schritten, in den obersten Einkommensgruppen in 5000er- und 10.000er-Schritten. Familien mit einem Einkommen von über 24.000 Euro müssen nicht mehr Beiträge als bisher für die Kindertagespflege oder Kita zahlen, versichert die Stadt. Die OGS-Beiträge hingegen werden sich in den oberen Einkommensstufen erhöhen, aber in den mittleren Einkommensstufen verringern.

Ausführliche Berichterstattung in der Samstagsausgabe der DZ (Print und E-Paper).

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