Ausbildung von Notfallsanitätern durch den Kreis gesichert
„Abwerbungen werden die Folge sein“

Dülmen. Passend zum gestrigen Tag des Notrufs schlugen die Rettungsdienste Alarm (DZ berichtete). So sieht die Johanniter-Unfallhilfe die Zukunft der Rettungsdienste in Gefahr und befürchtet durch die geforderten Zusatzqualifikationen landesweit einen erheblichen Mangel an Rettungskräften.

Montag, 11.02.2019, 18:00 Uhr
Ausbildung von Notfallsanitätern durch den Kreis gesichert: „Abwerbungen werden die Folge sein“
Bis der Notarzt vor Ort ist, kümmern sich Notfallsanitäter um die Patienten. Foto: dpa

Und wie sieht die Lage in Dülmen aus? „Aktuell sind 2,5 Stellen im Rettungsdienst unbesetzt“, so Nina Wischeloh von der Pressestelle der Stadt Dülmen. Stellen nachzubesetzen stelle momentan ein Problem dar, da das Angebot an Stellen sehr groß sei und die Bewerber ihren zukünftigen Arbeitgeber bei der Auswahl natürlich genau prüfen. „Kriterien sind hier unter anderem das Schichtsystem, die Bezahlung. Große Probleme, unbesetzte Stellen langfristig nachzubesetzen, gab es aber bisher aufgrund der guten Organisation und der vorhandenen Rahmenbedingungen bei der Stadt Dülmen nicht“, so Wischeloh.
Ab diesem Jahr beginnt bei der Stadt Dülmen die Umsetzung des Rettungsdienstbedarfsplanes, der durch den Kreistag beschlossen wurde. „Dieser neue Plan sieht eine Ausweitung der Fahrzeugvorhaltung und des Personals vor. Für Dülmen ist der Rettungsdienst zu 100 Prozent kostendeckend, da ein Übernehmervertrag zwischen der Stadt und dem Kreis besteht“, stellt Wischeloh klar. Der Kreis Coesfeld rechne die Kosten dann mit den Kostenträgern, nämlich den Kassen ab.

Mehr zum Thema Rettungsdienste in der Dienstagsausgabe der DZ und im E-Paper.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6385115?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819647%2F
Nachrichten-Ticker