Trotz seines Alters hat Detlef Gilleßen bei Mewes in Dülmen eine neue Stelle gefunden
Mit 57 Jahren zurück in den Job

Dülmen. Für Detlef Gilleßen war die Welt in Ordnung. Er hatte eine leitende Position im Vertrieb und war seit 37 Jahren bei seinem Arbeitgeber beschäftigt. Dann wurde er krank und schwerbehindert, konnte seinen Beruf nicht mehr ausüben und rutschte in die Arbeitslosigkeit. Hoffnung auf einen neuen Job machte er sich nicht mehr. Doch dank der Agentur für Arbeit Coesfeld konnte er jetzt wieder eine neue Tätigkeit aufnehmen.

Mittwoch, 06.02.2019, 18:30 Uhr
Trotz seines Alters hat Detlef Gilleßen bei Mewes in Dülmen eine neue Stelle gefunden: Mit 57 Jahren zurück in den Job
Dank Vermittler Bernd Krug (l.) haben Detlef Gilleßen (2.v.l.) und Sabina Kunz bei Thomas Mewes eine Anstellung gefunden. Foto: privat

„Ich bin weit über 50, da habe ich mir wenig Chancen auf eine adäquate Stelle ausgerechnet“, so der 57-jährige Sendener. Bernd Krug, Arbeitsvermittler für Schwerbehinderte und Rehabilitanden bei der Agentur für Arbeit, ließ jedoch nicht locker. Er machte Gilleßen im August 2018 ein Angebot für einen Arbeitsplatz bei der Firma Mewes Teppichmanufaktur in Dülmen. „Ich kenne den Inhaber des Unternehmens schon viele Jahre, daher war ich mir sicher, dass beide gut zusammenpassen würden“, betont Krug.

Mit wenig Zuversicht meldete sich Gilleßen bei Inhaber und Geschäftsführer Thomas Mewes. „Wir haben fast zwei Stunden telefoniert und lagen sofort auf einer Wellenlänge“, ist Gilleßen noch heute begeistert. Auch für Mewes war schnell klar, dass es passte. Der Unternehmer setzt zudem gerne auch auf Mitarbeiter mit viel beruflicher Erfahrung. „Dadurch lassen sich anstehende Projekte und Arbeitsabläufe schneller umsetzen oder optimieren, und unsere jungen Mitarbeiter nehmen dieses Wissen ebenso gerne auf. Die Jahre bis zur Rente kann man noch sehr erfolgreich zusammenarbeiten.“

Seit Oktober ist Detlef Gilleßen nun bei der Firma Mewes beschäftigt. Die Position ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Die Agentur für Arbeit gibt eine Förderung an den Arbeitgeber dazu: „Man darf nicht vergessen, dass Herr Gilleßen durch Krankheit und Arbeitslosigkeit drei Jahre aus seinem Beruf raus war und in einer neuen Branche eingestiegen ist“, betont Krug und verdeutlicht, dass damit auch ein hoher Einarbeitungsaufwand für das Unternehmen verbunden ist.

Mehr zum Thema in der Printausgabe und dem E-Paper der DZ am Donnerstag.

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