Flüchtlingsarbeit geht weiter
ÖFID setzt neue Schwerpunkte

Dülmen. Ende 2015 erreichte die Flüchtlingswelle ihren Höhepunkt. Auch nach Dülmen und Buldern kamen damals so viele Geflüchtete wie nie zuvor. In nur zwei Novemberwochen mussten 200 Menschen neu untergebracht werden. In diesem einen Jahr waren insgesamt 669 kommunale Flüchtlinge nach Dülmen gereist.

Mittwoch, 06.02.2019, 19:06 Uhr aktualisiert: 06.02.2019, 19:10 Uhr
Flüchtlingsarbeit geht weiter: ÖFID setzt neue Schwerpunkte
Inzwischen suchen immer weniger Menschen Zuflucht in Deutschland und in Dülmen. Foto: Michalak

In Buldern wurde damals eine Gruppe von Flüchtlingen in der Zweifach-Turnhalle aufgenommen und betreut. Die Flüchtlingsinitiative Buldern (FIB) kümmerte sich darum. Die Hilfsbereitschaft war sowohl in der Stadt als auch im Ortsteil überwältigend. „Politik, Kirche, Sportverein und DRK zogen als Steuerungsteam an einem Strang zum Wohle der Gäste in Buldern. Viel Engagement und Zeit wurden eingebracht, dafür sagen wir allen Beteiligten ganz vielen Dank“, erklären Dr. Martin Olbrich und Hermann-Josef Fortmann stellvertretend für die FIB. Die Flüchtlingsinitiative Buldern teilt zugleich mit, dass sie sich - mangels Klientel - inzwischen aufgelöst habe.
Ganz anders sieht es bei der Ökumenischen Flüchtlingsinitiative Dülmen (ÖFID) aus. „Wir sind weit davon entfernt, unsere Arbeit einzustellen“, erklärt Pfarrerin Susanne Falcke lachend im DZ-Gespräch. Vielmehr habe man mit der Sprachwissenschaftlerin und Integrationsexpertin Dr. Dörthe Schiltken sogar jemanden eingestellt, der den Geflüchteten zur Seite steht.
„Unsere Aufgaben haben sich zum Teil verlagert, aber sie sind nicht weniger geworden“, konkretisiert Falcke. Während es zu Beginn der Aufnahme im Jahr 2015 um Unterkunft, Versorgung, Alltagshilfen ging, stehen heute rechtliche Beratung, Möglichkeiten zu Arbeit oder Ausbildung, aber auch immer noch Sprachkurse im Vordergrund. Hier seien weiterhin viele ehrenamtliche Helfer bereit, ihre Zeit zu opfern. Auch als Sprachpaten an den Schulen. „Aber das allerdringendste Problem ist oft, eine vernünftige Wohnung zu finden“, weiß Falcke.

Mehr zum Thema bringt die Dülmener Zeitung am Donnerstag in Printausgabe und E-Paper.

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