Mehr Zeit zum Abi-Bauen
Dülmens Gymnasien kehren zum G9 zurück

Dülmen -

Schon im Dezember 2017 war für die Schulkonferenzen des AvD und des CBG klar: Beide Dülmener Gymnasien werden zum neunjährigen Schulsystem zurückehren.

Freitag, 01.02.2019, 18:48 Uhr aktualisiert: 06.02.2019, 15:32 Uhr
Maike Verwey (l.) und Ursula Ellenbracht organisieren die G9-Rückkehr.
Maike Verwey (l.) und Ursula Ellenbracht organisieren die G9-Rückkehr. Foto: Tom Gerdemann

 „G8 hat funktioniert, die Abiturienten haben sehr gute Leistungen gezeigt. Gleichzeitig bedeutet die Rückkehr zu G9 aber für unsere Schüler: Sie haben wieder mehr Möglichkeiten, sich auszuprobieren, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und ihre Prioritäten zu setzen“, begrüßt Maike Verwey, Schulleiterin des CBG, die Rückkehr zum alten System ausdrücklich.

Auch Ursula Ellenbracht, Leiterin des AvD-Gymnasiums , bewertet die Rückkehr positiv: „Es war schon sehr schwer, in der kurzen Schulzeit zum Beispiel ein Auslandsjahr einzulegen. Das ist bei unseren Schülern in der Oberstufe deutlich zurückgegangen.“ Und einen Neuntklässler nach Kanada zu schicken - das sei auch nicht so einfach.

Es war schon sehr schwer, in der kurzen Schulzeit zum Beispiel ein Auslandsjahr einzulegen. Das ist bei unseren Schülern in der Oberstufe deutlich zurückgegangen.

Ursula Ellenbracht

Alles wie zuvor

Für die Gymnasiasten von heute heißt das: Alle ab der sechsten Klasse machen ihr Abitur nach acht Jahren Gymnasium, genau so, wie ursprünglich geplant. Ab August werden die neuen Fünftklässer gemeinsam mit den dann sechsten Klassen der erste Jahrgang sein, der wieder neun Jahre lang das Gymnasium besucht. Viel mehr steht aktuell noch nicht fest. So warten die Schulen bislang noch auf die Lehrpläne für die G9er. Die sollen vor Ostern bekannt gegeben werden.

Das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium verabschiedet sich vom Turbo-Abi.

Das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium verabschiedet sich vom Turbo-Abi. Foto: Tom Gerdemann

Die Umstellung hat übrigens eine kuriose Auswirkung: Während im Jahr 2013 gleich zwei Jahrgänge ihr Abitur machten, werden im Jahr 2025 gar keine Gymnasiasten ihre Abschlusszeugnisse in Empfang nehmen.

Einzelförderung

Ebenso wie in der Vergangenheit können besonders begabte Schüler auch weiterhin eine Klasse überspringen. „Im Einzelfall haben wir die Möglichkeit, Schüler, oder auch Gruppen von Schülern sehr spezifisch zu fördern. Und das Ministerium unterstützt diese Möglichkeit ausdrücklich“, erklärt Ellenbracht.

Weitere Berichterstattung sowie eine Wochenendplauderei zum Thema in der Samstags-Printausgabe der DZ und im E-Paper.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6363258?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819647%2F
Nachrichten-Ticker