Notstand bei Personal in Pflege und Physiotherapie
Kampf um jede Fachkraft

Dülmen. Wenn bei Brigitte Böker das Telefon klingelt, dann sind es oft Physiotherapeuten, die verzweifelt nach Nachwuchskräften Ausschau halten. „Ich kenne Fälle, da sind Stellen seit zwei Jahren nicht besetzt“, sagt die Leiterin der Schule für Physiotherapie beim Zentrum für Gesundheitsberufe maxQ.

Mittwoch, 30.01.2019, 18:30 Uhr
Notstand bei Personal in Pflege und Physiotherapie: Kampf um jede Fachkraft
Notstand beim Personal gibt es nicht nur in der Pflege. Auch Physiotherapeuten finden kaum noch Nachwuchs. Foto: dpa

Und auch das eigene Angebot von maxQ habe sich in der Region noch nicht herumgesprochen. „Ich bin auf der Jobmesse in Coesfeld von Dülmenern angesprochen worden, die uns noch nicht kannten.“ Dabei werden die Absolventen in den drei Jahren in der Einrichtung förmlich von den Unternehmen herangezogen. „Durch die Praktika lernen sie sich kennen und können dann direkt in den Job einsteigen“, berichtet Böker. Mittlerweile werden 70 Prozent der Schulkosten bei maxQ vom Land übernommen, staatliche Schulen sind in NRW bereits kostenlos. Dies soll nun auch bundesweit kommen.
Auch bei den Gehältern im Therapiebereich habe sich in den vergangenen Jahren viel getan, berichtet Böker. Habe man vor 15 Jahren noch mit einem Bruttogehalt von 1600 Euro angefangen, liegt der Einstieg heute schon bei 2300 bis 2500 Euro.

Mehr zum Thema in der Donnerstagsausgabe der DZ in Printversion und E-Paper.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6358586?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819647%2F
Nachrichten-Ticker