Brian Aldridge aus Buldern Blick mit Sorge auf das Brexit-Chaos
„Das ist ein großer Schlamassel“

Buldern. Brian Aldridge ist jetzt Deutscher. Noch vor einigen Jahren hätte sich der gebürtige Londoner das nicht vorstellen können. „Du bist ein Brite durch und durch“, sagt seine Ehefrau schmunzelnd zu ihrem Mann.

Freitag, 18.01.2019, 19:10 Uhr aktualisiert: 18.01.2019, 19:20 Uhr
Brian Aldridge aus Buldern Blick mit Sorge auf das Brexit-Chaos: „Das ist ein großer Schlamassel“
Der in Buldern lebende Brite Brian Aldridge hat aus Sorge vor einem ungeordneten Brexit sicherheitshalber zusätzlich die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt. Foto: Kerstan

Aber dann kam das Brexit-Votum. „Und im letzten Jahr habe ich gemerkt: Die hat keinen Plan“, berichtet Aldridge mit Blick auf Premierministerin Theresa May. „Mir wurde das dann etwas zu wackelig“ - weshalb er sicherheitshalber den deutschen Pass beantragte. Und jetzt die doppelte Staatsbürgerschaft besitzt.

Brian Aldridge ist einer der 136 Briten, die in Dülmen leben. Als Soldat war er früher an verschiedenen Standorten in Deutschland stationiert, auch in den Tower Barracks in Dülmen. „Hier habe ich meine Frau kennengelernt und bin hier hängen geblieben“, erinnert er sich. Ehefrau Maria ist gebürtige Bulderanerin, hier lebt das Ehepaar, das drei Kinder hat, heute noch.

Was Aldridge vom Brexit hält? Er habe zwar 2016 nicht mit abgestimmt beim Volksentscheid, hätte aber für den EU-Austritt gestimmt, antwortet der 75-Jährige. „Ich habe nie viel gehalten von den Spitzen in Brüssel.“ Zum Beispiel die Fischerei in Großbritannien habe sehr unter den EU-Vorgaben gelitten. Und auch heute noch ist Aldridge für den Brexit - kann aber über das, was gerade in London passiert, nur den Kopf schütteln.

Was Aldridge von der aktuellen Situation in London hält, das lesen Sie in der DZ-Ausgabe von Samstag, Print und E-Paper.

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