Landjugend-Theater muss erneut den Spielort wechseln
Rettung zweiter Akt

Dülmen. Bei Katharina Lücke und den anderen Mitgliedern der plattdeutschen Theatergruppe der Landjugend ist die Erleichterung groß. „Wir wurden jetzt schon zum zweiten Mal gerettet in dieser Spielzeit.“ Denn, wie im November, stand das Ensemble plötzlich ohne Spielort da - und das nur wenige Wochen vor der geplanten Premiere des neuen Stückes. Doch erneut gab es glückliches Ende.

Freitag, 18.01.2019, 18:38 Uhr aktualisiert: 18.01.2019, 18:40 Uhr
Landjugend-Theater muss erneut den Spielort wechseln: Rettung zweiter Akt
Zurück ins Alextagwerk: Hier finden nun doch, wie im vergangenen Jahr (Foto), ab dem kommenden Wochenende die Aufführungen der plattdeutschen Theatergruppe der Landjugend Dülmen statt. Foto: een

Von Anfang an: Mehr als 40 Jahre lang, hatte die Theatergruppe ihre Stücke erst im St.-Barbara-Haus, das später in Alextagwerk umbenannt wurde, aufgeführt. Doch im vergangenen November, mitten in der Probenphase und kurz vor Vorverkaufsstart, endete dieses Miteinander. Terminliche und finanzielle Differenzen gab die Landjugend damals als Grund an (DZ berichtete). Fieberhaft wurde ein Alternativ-Spielort gesucht, bis die Landjugend beim Zeltverleih Fimpeler im Dernekamp Ersatz fand. Hier sollte in einer Halle ein Zelt aufgebaut werden.

Nur: „Aus sicherheitstechnischen Gründen war das leider nicht möglich“, berichtet Lücke. So gelten seit Jahresanfang neue Brandschutzregeln. Vor rund eineinhalb Wochen hatte die Laienspielschar damit erneut keinen Aufführungsort.

Hilfe kam von der Stadt: Unter anderem Bürgermeisterin Lisa Stremlau, ihre erste Stellvertreterin Annette Holtrup und das Bauamt hätten intensiv bei der Suche nach einer neuen Spielstätte geholfen, ist Katharina Lücke dankbar. Die Stadt habe auch noch einmal intensiv mit dem Alextagwerk gesprochen. Mit Erfolg: So werden die Premiere in einer Woche und alle weiteren Termine nun wieder im früheren St.-Barbara-Haus stattfinden.

„Herr Dreier und sein Team haben uns gerettet“, sagt Lücke. Das Alextagwerk sei der Gruppe sehr entgegengekommen und hätte alle Termine so umgelegt, dass jede Vorstellung wie geplant stattfinden kann. Die Landjugend wird am nächsten Montag ihre Bühne im großen Saal im Alextagwerk aufbauen. Am Dienstag findet dort die erste Probe statt. „Da fällt uns ein Riesenstein vom Herzen“, ist Katharina Lücke erleichtert.

Und wie sieht es mit dem neuen Stück „Ümmer nachts um veer“ aus? Gab es bei der ganzen Spielort-Suche noch Zeit zum Üben? „Eine Probe haben wir aus Frust ausfallen lassen“, gibt Lücke zu. „Aber dann haben wir weitergeübt, weil wir die Hoffnung hatten, doch noch etwas zu finden“ - was am Ende ja auch geschah.

  • Alle acht Vorstellungen der aktuellen Spielzeit finden zu den angekündigten Terminen statt, die Karten behalten ihre Gültigkeit. Nur der Veranstaltungsort ändert sich, gespielt wird jetzt im Alextagwerk.
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