SPD will Gedenkstätte in Visbeck
Stummer Zeuge des Kalten Krieges

Dülmen. Meterdicke Beton-Unterstände mit Schießscharten für die Soldaten, Wachtürme mit Scheinwerferanlagen und Bunkerlager für atomare Munition - in Visbeck befindet sich ein stummer Zeitzeuge aus der Ära des Kalten Krieges.

Donnerstag, 17.01.2019, 18:40 Uhr aktualisiert: 17.01.2019, 18:50 Uhr
SPD will Gedenkstätte in Visbeck: Stummer Zeuge des Kalten Krieges
Keine historische Grenze zwischen Ost und West, sondern ein Wachturm mit Metallzaun in Visbeck. Foto: Michalak

Ein historisches Monument, das die SPD der Nachwelt erhalten möchte (DZ berichtete). Die Gelegenheit scheint günstig: Die Stadt hat das Areal inklusive der benachbarten Bundeswehrkaserne jüngst erworben. Allerdings für einen ganz anderen Zweck: Für die zahlreichen Bauprojekte in Dülmen müssen ökologische Ausgleichsmaßnahmen getroffen werden. Und genau das will die Verwaltung auf dem rund 17 Hektar großen Militärgelände tun. Etwa zehn Prozent davon waren einst in US-amerikanischer Hand. Die Wirtschaftsförderung hält ein ökologisches Biotop bislang mit einer öffentlich zugänglichen Gedenkstätte für unvereinbar. Doch die SPD sieht das anders.

Tatsächlich scheint die Bereitschaft, die US-Anlagen nicht einfach Mutter Natur zu überlassen, zu wachsen. „Uns liegt ein Antrag aus der Politik vor und wir werden auch eine gute Lösung finden“, erklärte Bürgermeisterin Lisa Stremlau nebenbei auf der Ausstellungseröffnung von „X-Orte“. Ein solcher X-Ort ist nämlich auch das US-Militärlager Visbeck. Wie eine Lösung aussehen könnte, daran arbeitet die Verwaltung noch.

Mehr zum Thema bringt die DZ am Freitag in Printausgabe und E-Paper.

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