Diskussion um Fußgängerzone
Drive-in-Innenstadt Dülmen

Dülmen. Entspannt mit Kind und Kegel durch die Innenstadt flanieren, ohne Angst vor Autos haben zu müssen: Das ist Ziel eines im April 2018 vom Büro BSV vorgelegten Mobilitätskonzepts für Dülmens Zentrum. Tiberstraße und Westring, Coesfelder Straße und Tibergasse - im Prinzip könnte die Fußgängerzone räumlich deutlich erweitert werden.

Mittwoch, 09.01.2019, 19:00 Uhr
Diskussion um Fußgängerzone: Drive-in-Innenstadt Dülmen
Reichen die bisherigen Verkehrsberuhigungen oder braucht Dülmen mehr Fußgängerzone? Foto: Michalak

Doch Dr. Hugo Schulze Hobbeling von der Viktor-Kaufmannschaft warnt genau davor: „Wir dürfen die Innenstadt auch nicht tot beruhigen!“, rief er den Mitgliedern der Viktor-Kaufmannschaft bei ihrem Treffen am Mittwoch zu. Die heutigen 810 Meter Fußgängerzone in Dülmen seien schon weit mehr als in allen vergleichbaren Städten.
Tatsächlich gibt es unter Dülmens Händlern und Gastronomen immer mehr Skeptiker bezüglich einer weiteren Verkehrsberuhigung. 15 Anlieger der Coesfelder Straße, die seit Herbst 2018 im Zentrum für den Verkehr gesperrt ist, berichten in einem aktuellen Brandbrief an Bürgermeisterin Lisa Stremlau von den verheerenden Folgen dieser Beruhigung. Kaum noch Autos und damit auch immer weniger Kunden - einige sollen sogar überlegen, ihr Geschäft ganz aus der Innenstadt auszulagern. Robert Hoffmann von „Zap!“ gehört zwar zu den Anliegern der Coesfelder Straße, hat den Brief aber nicht unterschrieben. „Ich kann nicht bestätigen, dass weniger Autos hier durchfahren. Und die Kundenfrequenz hat bei uns auch nicht abgenommen.“

Die Stadt weist darauf hin, dass es sich bei der Sperrung um eine Testphase handle und man die Erfahrungen mit der Interessengemeinschaft besprechen werde.

Mehr zum Thema bringt die Dülmener Zeitung am Donnerstag in Printausgabe und E-Paper.

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