Verdächtige in Forensik eingewiesen
Todesopfer und Beschuldigte waren dement

Dülmen (mm). Wie berichtet, wurde die 86-jährige Dülmenerin, die nach wie vor in dringendem Verdacht steht am ersten Weihnachtsfeiertag ihren gleichaltrigen Ehemann getötet zu haben, in einem besonders gesicherten psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Bislang befand sich die Beschuldigte in der psychiatrischen Klinik am Schlossgarten in Dülmen.

Donnerstag, 03.01.2019, 18:50 Uhr
Verdächtige in Forensik eingewiesen: Todesopfer und Beschuldigte waren dement
Mordkommission und Staatsanwaltschaft gehen inzwischen von verminderter Schuldfähigkeit aus. Foto: Archiv

„Die 86-Jährige ist dringend tatverdächtig ihren Ehemann durch Gewalteinwirkung getötet zu haben“, bekräftigt Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt, dass der Verdacht gegen die Frau weiterhin unverändert aufrecht erhalten werde.

Inwieweit die Krankheit der beiden Eheleute letztlich ursächlich für das Handeln der 86-Jährigen war, sei weiterhin Gegenstand der Ermittlungen, erklärt Botzenhardt.

Vor dem Haftrichter bestritt die Seniorin erneut, wie schon bei früheren Befragungen, ihren Ehemann getötet zu haben. Es ist allerdings nach aktuellem Stand nicht auszuschließen, dass sie aufgrund ihrer psychischen Erkrankung tatsächlich keine Erinnerung mehr an den Tathergang hat.

Mehr zum Thema bringt die Dülmener Zeitung am Freitag in Printausgabe und E-Paper.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6295431?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819647%2F
Nachrichten-Ticker