Turmbau an St. Viktor vor 60 Jahren
Dem Himmel ein Stück entgegen

Dülmen. Der Blick zum Kirchturm St. Viktor ist für Dülmener die selbstverständlichste Sache der Welt. Kaum vorstellbar daher, dass dieser Blick über 13 Jahre lang ins Leere ging, nachdem die Kirche in den letzten Kriegswochen 1945 zerstört worden war. Erst 1958 bekam St. Viktor ein neues Kirchturmdach.

Mittwoch, 02.01.2019, 18:06 Uhr aktualisiert: 02.01.2019, 18:10 Uhr
Turmbau an St. Viktor vor 60 Jahren: Dem Himmel ein Stück entgegen
Friedrich Dinter hat in einer kleinen Chronik die Arbeiten am Kirchturmdach St. Viktor vor über 60 Jahren in kurzen Texten und mit vielen Bildern beschrieben. Foto: Claudia Marcy

„Die Arbeiten für die Kirchturmspitze begannen im Frühjahr, im Oktober wurde Richtfest gefeiert, und die weiteren Arbeiten wie die Außenverschalung oder Abbau der Gerüste zog sich bis zum Frühjahr 1959 hin“, erzählt Friedrich Dinter. Der Dülmener arbeitete damals als einer von acht Zimmerleuten unter der Leitung von Hubert Mengelkamp im Auftrag der Firma Kirschner in luftiger Höhe.

Dinter hat eine kleine Chronik erstellt, mit zahlreichen Fotos, die vom Fortgang der damaligen Arbeiten erzählen. Arbeiten, an denen die Dülmener regen Anteil nahmen. So rege, dass auch Gerüchte ins Kraut schossen. „Manchmal wurde erzählt, dass der Turm schief steht oder dass er oben so stark wackelt, dass sich die Zimmerleute krampfhaft festhalten oder anschnallen müssen“, erinnert sich Dinter schmunzelnd. Sogar die Dülmener Zeitung habe das Thema aufgegriffen und ein Foto von einem schiefen Turmdach St. Viktor gezeigt. Was natürlich ein Scherz war, denn Messungen hätten gezeigt, dass das Turmdach, immerhin stolze 40 Meter hoch, keinen Millimeter zur Seite abweicht, versichert Dinter.

Ausführliche Berichterstattung in der DZ (Print und E-Paper).

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