Kampf um die Baumallee könnte zu provisorischer Trasse führen
Mühlenweg als Umgehungsstraße?

Dülmen. Während die Nachbarschaft weiter gegen die Abholzung der Baumallee an der Hülstener Straße kämpft, hat der Rat der Stadt Dülmen in seiner letzten Sitzung politische Fakten geschaffen: Er spricht sich klar für den Bau der wichtigen Südumgehungs-Trasse über die Hülstener Straße aus, und damit auch dafür, dass hier knapp 40 Bäume gefällt werden sollen, für die eine Ersatzpflanzung geplant ist.

Montag, 17.12.2018, 18:48 Uhr aktualisiert: 17.12.2018, 21:27 Uhr
Diese Baumallee soll der Südumgehung weichen. Der BUND hat gegen diese Entscheidung Klage eingereicht.
Diese Baumallee soll der Südumgehung weichen. Der BUND hat gegen diese Entscheidung Klage eingereicht. Foto: Michalak

Derzeit prüft das Oberverwaltungsgericht in Münster eine 106-seitige Klageschrift, mit der sich der BUND gegen genau diese Abholzung wehrt: „Im Moment ist der Kreis Coesfeld am Zug, der bis Jahresende eine Stellungnahme abgeben muss“, berichtet Wolfgang Schreiber vom Interessenbündnis gegen die Abholzung der Baumallee. Die Gegner der geplanten Trasse sind überzeugt: „Dieses Gerichtsverfahren wird auf Jahre hinweg eine Abholzung der Baumallee blockieren.“

Allerdings könnte die aufschiebende Wirkung unangenehme Folgen für die Bewohner des Mühlenwegs haben. Solange die Stadt nämlich an der Hülstener Straße den geplanten Ausbau der Südumgehung nicht hinbekommt, denkt die Verwaltung über die provisorische Nutzung des derzeit verkehrsberuhigten Mühlenwegs als Umgehungsstraße nach.

(Weitere Berichterstattung zum Thema in der Dienstags-Printausgabe der Dülmener Zeitung und im E-Paper.)

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