Kommunalpolitik erinnert Concepta an ihre Versprechen
Overbergpassage bleibt links liegen

Dülmen. „Wie sehen eigentlich die neuesten Entwicklungen bei der Overbergpassage aus?“, wollte Manuela Pross (CDU) im Wirtschaftsförderungsausschuss von der Verwaltung wissen. So ist als politisches Wirkungsziel der Wirtschaftsförderung festgeschrieben worden, auch die Overbergpassage in das Gesamtkonzept des Stadtquartiers mit einzubeziehen, um die Passage aufzuwerten und den Einzelhandel auch dort zu fördern. „Wir sind dazu in Gesprächen“, so Bürgermeisterin Lisa Stremlau, die vor Kurzem einen Bericht des hiermit beauftragten Managements erhalten hatte. „Da gibt es allerdings noch erheblichen Nachbesserungsbedarf, denn was hier geliefert wurde, ist nicht in unserem Sinne.“

Mittwoch, 28.11.2018, 19:54 Uhr aktualisiert: 28.11.2018, 20:05 Uhr
Kommunalpolitik erinnert Concepta an ihre Versprechen : Overbergpassage bleibt links liegen
Ursprünglich sollte das Stadtquartier (links) per gläsernem Dach mit der Overbergpassage (rechts im Bild) verbunden werden. Foto: Stief

Das aktuelle Management des Stadtquartiers hatte auch die Vermarktung der Passage mit übernommen. „Das Angebot, das uns gemacht wurde, beschränkt sich allerdings fast nur auf Hausmeistertätigkeiten“, zeigte sich auch Wirtschaftsförderer Jürgen Schmude enttäuscht über den bisherigen Verlauf der Vermarktungs-Gespräche.

Derzeit sind in der Overbergpassage neben Einzelhandel, Bankfiliale, Krankenkasse, Gastronomie sowie Arztpraxen und Büros auch die städtischen Einrichtungen wie Infothek und Bürgerbüro sowie die Stadtbücherei und die Verbraucherzentrale untergebracht. Mit der Interimsunterbringung der Stadtverwaltung während des Rathaus-Umbaus wurde immerhin ein Teil der im Jahr 2017 formulierten Ziele umgesetzt.

Die ersten Gespräche mit dem Projektentwickler Dr. Andreas Martin von der Concepta über die Vermarktung der Overbergpassage hatten bereits vor zwei Jahren stattgefunden, nachdem 90 Prozent der Handelsflächen im Stadtquartier Overbergplatz belegt waren.

Gedanken über eine Fortentwicklung der Overbergpassage hatte sich übrigens schon vor zehn Jahren die Zukunftsinitiative Dülmen gemacht. Hier war angedacht, die Passage durch die Ansiedlung von Einzelhandel im Erdgeschoss attraktiver zu machen. Zu sehen ist davon bislang wenig.

Mehr zum Thema in der Printausgabe und dem E-Paper der DZ am Donnerstag.

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