Gedenkkonzert zum Ende des Ersten Weltkrieges
Musik als Prediger des Friedens

Dülmen. „Nur wer sich erinnert, kann den Frieden bewahren“, sagte Jörg Overgoor einleitend zum Gedenkkonzert zum 100. Jahrestag zum Ende des Ersten Weltkrieges. Mit anspruchsvollen musikalischen Auseinandersetzungen erinnerte der Kirchenchor Buldern am Sonntagabend mit dem einstündigen, ernsten Konzert in der St.-Viktor-Kirche an die Themen Krieg und Frieden.

Montag, 19.11.2018, 17:44 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 19.11.2018, 17:36 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 19.11.2018, 17:44 Uhr
Gedenkkonzert zum Ende des Ersten Weltkrieges: Musik als Prediger des Friedens
Ein Konzert, das in seiner Eindringlichkeit unter die Haut ging, hatte der Kirchenchor Buldern vorbereitet. Foto: Wübbelt

Drei von Kriegsteilnehmern verfasste Gedichte bildeten dabei die Verbindung zwischen den musikalischen Vorträgen. Eine Diashow mit Bildern aus Flandern/Belgien ergänzte eindrucksvoll die Kompositionen.

Der gemischte Chor wurde bei einigen Werken von Lars Overgoor mit der Marschtrommel begleitet. Mit dem Cello war Birgit Lorson als weitere Musikerin dabei. Das Dirigat übernahmen abwechselnd Reinhild und Jörg Overgoor, der die Gesamtleitung hatte.

Das Konzert wurde eröffnet mit dem Werk von Karl Jenkins „In Flanders Fields the Poppies blow“ nach dem bekanntesten englischsprachigen Gedicht des Ersten Weltkrieges, das von Leutnant John McCrae verfasst worden war. Dessen Freund war im Krieg gefallen, und mit dem Gedicht über die Felder in Flandern, wo der rot blühende Klatschmohn an das vergossene Blut der Gefallenen erinnert, verarbeitete McCrae seine Trauer. Die Mohnblüte wurde in Großbritannien zur Blume des Gedenkens, zum Symbol für die Gefallenen.

Beim Stück selbst vermittelte ein lautes Trommelsignal das Gefühl vorbeimarschierender Soldaten. Zum Schluss wurde die Trommel leiser, bis sie schließlich ganz verstummte.

Es folgte ein Chorsatz aus dem Passionsoratorium „The Crucifixion“. „God so loved the world“ von John Stainer wurde a cappella vorgetragen. Das folgende instrumentale Werk war dem Album Stone Rose des norwegischen Komponisten Ola Gjeilos entnommen, das 2007 veröffentlicht wurde. Bei diesen ruhigen Klavierwerken, die zwischen Klassik, Jazz und Pop liegen, kam Gjeilos Liebe zu seiner Wahl-Heimatstadt New York zum Ausdruck.

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Gedenkkonzert zum Ende des Ersten Weltkrieges

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