Professor Harald Fuchs gab ein Seminar in der Kinderuni
Kleine Studenten in der Nanowelt

Dülmen. Nanophysiker Harald Fuchs von der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster staunte nicht schlecht über ziemlich kluge Fragen und eine ganze Menge an Vorwissen, welches die kleinen Studenten zur Kinderuni im Forum Bendix mitgebracht hatten. „Da brauch ich ja fast gar nichts mehr zu erklären“, lobte er die eifrige Beteiligung der Seminarteilnehmer.

Freitag, 16.11.2018, 19:10 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 16.11.2018, 19:06 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 16.11.2018, 19:10 Uhr
Professor Harald Fuchs gab ein Seminar in der Kinderuni: Kleine Studenten in der Nanowelt
Zwischen Kindern und Professor Fuchs entspann sich ein munterer Dialog. Foto: Michalak

Gut, dass er es dann doch tat, denn er entführte den akademischen Nachwuchs in die Welt der Atome und Moleküle, der Nanoteilchen also, die so klein sind, dass sie selbst unter dem Elektronenmikroskop nicht wirklich zu beobachten sind. „Trotzdem kann man Nanoteilchen sehen“, versicherte Fuchs und zeigte Aufnahmen, die mit dem Rastertunnelmikroskop gemacht worden waren.

Dass die Materie in der kleinen Welt sich oft ganz anders verhält, demonstrierte der Physiker aber auch mittels ganz konventioneller Technik. Je kleiner die Triangel, so das Experiment, desto höher der Ton. „Wird der Ton irgendwann so hoch, dass wir ihn gar nicht mehr hören können?“, wollte eine junge Studentin wissen. „Da bist Du auf gar keinem schlechten Weg“, attestierte der Physikprofessor. Es machte Spaß, dabei zuzuhören, wie der Profi sich mit den wissbegierigen Schülern die Bälle zuspielte. Und trotz komplizierter Materie fand er immer einen Weg, den sein Publikum auch nachvollziehen konnte. „Schon toll, mit welcher Vorstellungskraft die Schüler sich diesem Thema widmen“, zollte auch Schulleiterin Ursula Ellenbracht den Teilnehmern der Kinderuni Respekt. Heribert Woestmann, der immer wieder für faszinierende Referenten sorgt, musste diesmal Haare lassen. Oder besser gesagt: Ein Haupthaar opferte er, damit den Kindern eine Vorstellung von der Winzigkeit der Partikel gegeben werden konnte, mit welcher die Nanophysik sich beschäftigt.

Am 14. Dezember, spricht im Forum Bendix Dr. Thomas Apolte über Armut.

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