Hermann-Leeser-Schüler pflanzen eien Kastanie
Ein Zeichen der Erinnerung

Dülmen. Das Wohnhaus der Leesers war lange abgerissen, das Firmengebäude auch. Nur der mächtige Kastanienbaum, in dessen Ästen die Leeser-Schwestern Helga und Ingrid einst gespielt hatten, den besuchte Helga Becker-Leeser bei jedem Besuch in Dülmen viele Jahre lang. 2015 musste die mächtige Kastanie dann aber aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

Freitag, 09.11.2018, 18:23 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 09.11.2018, 18:19 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 09.11.2018, 18:23 Uhr
Ingrid Leeser (86) und Joost Becker-Leeser (59) freuen sich über die Kastanie, die die Schüler zur Erinnerung gepflanzt haben.
Ingrid Leeser (86) und Joost Becker-Leeser (59) freuen sich über die Kastanie, die die Schüler zur Erinnerung gepflanzt haben. Foto: Michalak

Die beiden jüdischen Schwestern waren mit ihrer Mutter als Kinder vor dem Naziterror nach Rotterdam geflohen, ihr Vater, Hermann Leeser, überlebte die Judenverfolgung nicht. Inzwischen ist eine tiefe Freundschaft entstanden. Zur Schule, die den Namen des Vaters trägt, aber auch zu Schülern und Lehrern und zu Dülmen selbst. Lehrerin Gerda Küper erinnerte an die finsteren Jahre der Leesers in Dülmen, und Schulleiter Reinhold Frese begrüßte mit Vorgänger Georg Meyer und 400 Realschülern Ingrid Leeser (86) sowie Joost Becker-Leeser (59), Sohn der verstorbenen Helga Becker-Leeser, zu einem besonderen Anlass. Vor der Schule pflanzte Theresa Fasselt eine Kastanie. So sollen die Leesers sich immer an schöne Zeiten in Dülmen erinnern können.

(Weitere Berichterstattung in der Samstags-Printausgabe sowie im Internet der Dülmener Zeitung.)

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