Umzug findet am Freitag zum 50. Mal statt
Martin und die Merfelder

Merfeld. Der Tipp kam von ihrem Mann, erinnert sich Inge Schauß. Der kam aus dem Rheinland und kannte von dort die Tradition der Martinsumzüge. Also zog Inge Schauß, damals seit mehreren Monaten Lehrerin an der Merfelder Grundschule, am Martinstag 1968 mit ihren Erstklässlern zum Pfarrhaus.

Mittwoch, 07.11.2018, 18:30 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 07.11.2018, 18:30 Uhr
Umzug findet am Freitag zum 50. Mal statt: Martin und die Merfelder
Wie die Merfelder Kinder mit ihren Laternen 1980 durchs Dorf zogen, zeigt dieses alte Zeitungsfoto. Foto: Stadtarchiv

„Hier bewunderte der damalige Pfarrer Dechant Wieling die Laternen der Kinder“, berichtet die heute 78-Jährige. Auch einige Lieder sangen die Mädchen und Jungen. „Und im nächsten Jahr haben die Kollegen dann gesagt: Da machen wir auch mit“ - und die ganze Schule war unterwegs.

Zum 50. Mal findet am Freitag in Merfeld der St.-Martinsumzug statt. „Ich hätte nie gedacht, dass das so lange weitergeführt wird“, freut sich Inge Schauß über das Jubiläum. Anfangs liefen nur die Mädchen und Jungen der Schule mit, später auch Kindergartenkinder. „Eines Tages war der Zug dann so groß, dass die Feuerwehr ihn begleitet hat.“ Ob Schnee, Eis oder Regen - wettertechnisch sei in 50 Jahren schon alles dabei gewesen, sagt die Initiatorin lachend.

Nach drei Jahren fand sich schließlich auch ein passender St. Martin. 1971 schlüpfte Karl Jasper, gerade 15 Jahre alt und ein ehemaliger Schüler von Inge Schauß, zum ersten Mal in die Rolle des Heiligen. Hoch zu Roß führte er dann 43 Jahre lang, bis 2014, den Umzug an. Musik kam anfangs von Uwe Kockmann mit einer Trompete. Später übernahmen Mitglieder der Stadtkapelle die musikalische Begleitung.

Den ausführlichen Bericht finden Sie in der DZ-Ausgabe von Donnerstag, Print und E-Paper.

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