Theater auf der Zitadelle begeistert mit drittem Teil seines Erfolgsstücks
Nachwuchs im Seniorenheim

Dülmen. Frau Kuh, Herr Wolf, Frau Katze und Herr Spatz haben es geschafft. Der Finderlohn eines Diamanten hat die Vier zu Millionären gemacht. Frau Kuh bestellt sich jetzt ein Designerkleid nach dem anderen, Herr Spatz spekuliert an der Börse und alle genießen das Luxus-Leben samt Gourmetmenüs und Masseur im Altersheim „Zum Sonnenschein“. Alles könnte so schön sein, wenn nur nicht der Fuchs auf Rache sinnen würde, und außerdem zwei Gauner ebenfalls hinter den Millionen her sind.

Sonntag, 04.11.2018, 19:00 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 04.11.2018, 18:45 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 04.11.2018, 19:00 Uhr
Theater auf der Zitadelle begeistert mit drittem Teil seines Erfolgsstücks: Nachwuchs im Seniorenheim
Wie kommt das Katzenbaby ins Altersheim? Egal - von Herrn Wolf, Frau Katze, Herrn Spatz und Frau Kuh wird es sofort liebevoll aufgenommen. Foto: Kerstan

Zweimal schon hatten Regina und Daniel Wagner vom Theater auf der Zitadelle mit ihrem tierischen Helden-Quartett bei den Dülmener Figurentheatertagen gastiert - beides Mal ein voller Erfolg. Und auch die Fortsetzung mit dem Titel „4 Millionäre - Die Berliner Stadtmusikanten III“ begeisterte am Samstagabend: Nicht enden wollte der Schlussapplaus, auch nicht nach einer kleinen Zugabe des Berliner Mutter-Sohn-Duos.

Was die beiden zuvor gut 80 Minuten lang an skurriler Situationskomik und herrlichem Sprachwitz („Da werd‘ ich in der Pfanne verrückt“, stellt der Hund genervt fest) abgeliefert hatten, war atemberaubend. Witzig waren zudem die immer wieder eingestreuten Meta-Anspielungen („Ich mochte ihn. Wir hatten die gleiche Synchronstimme“).

Zwar dauerte es einige Minuten, ums ins Stück hineinzufinden. Nicht jeder dürfte schließlich die vorangegangenen beiden Teile noch im Detail im Kopf gehabt haben. Doch dann übernahmen die liebenswert-schrulligen Charaktere, denen man einfach gerne zuschaut, auch wenn sie „nur“ bei der Seniorendisco abrocken. Daneben gab es einen Neuzugang im Ensemble: Elfriede. Das wohl süßeste Katzenbaby überhaupt verzauberte mit seiner Niedlichkeit nicht nur die Heimbewohner, sondern auch Gangsterboss Don, die Dogge, und das Publikum.

Die beste Nachricht am Schluss war dann, dass es die vier Stadtmusikanten auch im dritten Anlauf wieder nicht bis nach Berlin geschafft haben - und so eine weitere Fortsetzung möglich ist. Das bestätigte hinterher im DZ-Gespräch auch Regina Wagner: „Wir planen gerade den fünften Teil. Den vierten lassen wir weg, der ist uns zu kompliziert“, verriet sie lachend. Denn die tierischen Protagonisten seien nicht nur ihr mittlerweile einfach ans Herz gewachsen.

Im Anschluss gab es als Bonus anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Festival noch einen Puppetry Slam. Infos darüber finden Sie auf einer Sonderseite zu den Figurentheatertagen in der DZ-Ausgabe von Montag, Print und E-Paper.

20. Dülmener Figurentheatertage 2018

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