Ministerin Ina Scharrenbach bei der Frauen-Union zu Gast
Heimat ist Lebensqualität

Dülmen. So viel steht fest: „Heimat ist nicht politisch definiert“, betonte Ina Scharrenbach. Die Landesministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung stand bei einem Diskussionsabend von Frauen-Union und Junger Union Rede und Antwort zu einem Thema, das aktuell wieder Hochkonjunktur hat. Für Scharrenbach ist die Tradition ebenso wichtig wie die Forderung der jungen Menschen nach Gestaltung der Zukunft.

Mittwoch, 31.10.2018, 17:46 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 31.10.2018, 17:24 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 31.10.2018, 17:46 Uhr
Ministerin Ina Scharrenbach bei der Frauen-Union zu Gast: Heimat ist Lebensqualität
Auf die Förderung lokaler Projekte setzt Ina Scharrenbach. Foto: Stief

Ganz im Sinne des europäischen Kulturerbejahrs will das neu geschaffene Ministerium das fördern, was die Menschen verbindet. Frisch aufgelegt wurde dazu ein Förderprogramm zur Stärkung der vielfältigen Heimat in Nordrhein-Westfalen. Dazu gehört der Heimatscheck zur unbürokratischen Förderung von Projekten lokaler Vereine und Initiativen, die sich mit Heimat beschäftigen. „Sechs Schecks sind dabei bereits in den Kreis Coesfeld gegangen.“

In den ebenfalls geförderten Heimat-Werkstätten sollen prägende Besonderheiten von Kommunen oder Ortsteilen im Vordergrund stehen. „Heimat ist Lebensqualität und schafft Verbundenheit in Zeiten, wo uns Vieles zu trennen scheint“, so Scharrenbach. Die Verbindung hat die Landesministerin auch schon mit dem im Bund zuständigen Horst Seehofer gesucht, „doch hat das Bundesministerium derzeit gerade andere Themen im Fokus.“

Der Frage von Christa Krollzig, ob Heimat nicht gerade ein Modebegriff geworden sei, setzte Scharrenbach entgegen: „Wir leben in der stabilsten Demokratie der Welt, dennoch haben viele Menschen diffuse Ängste, und die haben mit fehlendem Vertrauen zu tun.“ Wer sein Schlagwort-Wissen ausschließlich aus sozialen Medien bezieht, der bekäme schnelle Antworten, die trennen. „Die Menschen zu trennen, ist sehr einfach, aber wir müssen die Menschen dazu bringen, wieder miteinander zu sprechen.“

Mehr zum Thema in der Printausgabe und dem E-Paper der DZ am Donnerstag.

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