Nach Turbulenzen in Hessen und Berlin
Basis fordert politische Erneuerung

Dülmen. Die erheblichen Verluste von CDU und SPD in Hessen haben nun auch in Berlin für Konsequenzen gesorgt: Bundeskanzlerin Angela Merkel will nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren, SPD-Vorsitzende Angela Nahles will prüfen, ob die SPD diese Koalition noch mittragen kann. CDU-Stadtverbandsvorsitzender Markus Brambrink wurde von Merkels Entscheidung, den Parteivorsitz aufzugeben, überrascht.

Montag, 29.10.2018, 19:10 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 29.10.2018, 19:03 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 29.10.2018, 19:10 Uhr
Nach Turbulenzen in Hessen und Berlin: Basis fordert politische Erneuerung
Markus Brambrink Foto: privat

„Aber es kann für uns doch nur gut sein, wenn jetzt die konzeptionelle Diskussion um die Ausrichtung der Union beginnt.“ Mit Jens Spahn und Annegret Kramp-Karrenbauer hätten sich zwei profilierte Politiker für den Generationenwechsel beworben. „Wir müssen klären, warum wir so viele Stimmen an Grüne und AfD verlieren, und wir müssen uns als Volkspartei inhaltlich ganz neu aufstellen.“ Merkel habe klug entschieden, jetzt den Weg für ihre Nachfolger freizumachen. Für die Kommunalwahl 2020 ist Brambrink optimistisch: „Wir erarbeiten mit unserem Konzept Dülmen 2030 derzeit einen ganz klaren inhaltlichen Kurs für Stadt und Ortsteile. Hieran kann jeder Dülmener aktiv mitwirken, und damit werden wir bei der Kommunalwahl voller Überzeugung ins Rennen gehen.“

Dülmens SPD-Chef Heiner Kiekebusch sieht nach den Wahlen in Bayern und Hessen kein Ende im Sinkflug der Sozialdemokratie. „Alle Befürchtungen, dass wir in der Groko untergehen werden, haben sich voll bestätigt. Wir müssen jetzt endlich raus aus dieser Bundesregierung.“

Sehr zufrieden mit den Zugewinnen bei den Landtagswahlen in Bayern und Hessen ist Dülmens Sprecher der Grünen, Florian Kübber. „Natürlich profitieren wir derzeit auch erheblich vom Chaos innerhalb der großen Koalition“, räumt er ein. Zugleich gelänge es aber mit dem neuen Parteivorstand auch zunehmend, grüne Themen durchzusetzen.

Ausführliche Berichterstattung in der Dienstagsausgabe der DZ (Print und E-Paper).

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