Polizei startet Aktion „Riegel vor“ gegen den Wohnungseinbruch
Zeugen helfen bei Aufklärung

Dülmen. Jeden vierten Tag registrierte die Polizei in Dülmen im vergangenen Jahr einen Wohnungseinbruch. Zwar sank die Zahl dieser Eigentumsdelikte (von 136 im Jahr 2016 auf 86), gleichzeitig ging aber auch die Aufklärungsquote im Stadtgebiet von Dülmen von 31 auf 17 Prozent zurück. „Daher sind wir immer auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen“, so Polizeisprecher Rolf Werenbeck-Ueding. „Denn oft können wir durch einen entscheidenden Tipp ganze Einbruchsserien aufklären.“ So konnten unlängst nach zwei Hinweisen auf Täterfahrzeug und Kennzeichen zwei Einbrecher verhaftet werden, als sie gerade am nächsten Tatort zuschlagen wollten.

Dienstag, 23.10.2018, 19:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 23.10.2018, 19:00 Uhr
Polizei startet Aktion „Riegel vor“ gegen den Wohnungseinbruch: Zeugen helfen bei Aufklärung
Den Einbrechern das Leben schwer machen will die Polizei mit der Aktion „Riegel vor“. So hilft eine gut gesicherte Wohnungstür wenig, wenn das Kellerfenster eine Schwachstelle im Haus bleibt. Foto: Polizei

Aufklären will auch die Kreispolizeibehörde ab heute bei der landesweiten Aktion „Riegel vor“ unter anderem mit einem Infostand und Beratungsgesprächen auf dem Wochenmarkt am kommenden Freitag. „In vielen Fällen ist es nur bei einem Einbruchsversuch geblieben, und das liegt sicher auch daran, dass die Hauseigentümer ihre Wohnungen besser schützen“, so Werenbeck-Ueding. Die meisten Einbrecher handeln nach dem Grundsatz „schnell rein - schnell raus“ und wenn ihnen der Zugang zum fremden Eigentum erschwert wird, dann ziehen sie schnell weiter. In der dunklen Jahreszeit wollen die Beamten auch durch verstärkte Streifenfahrten Präsenz zeigen. Wer in seinen eigenen vier Wänden von einem Einbrecher überrascht wird, der sollte das Risiko für sich abwägen. „Wer im ersten Stock seines Hauses die Einbrecher im Erdgeschoss hört, der sollte mit dem Notruf 110 die Polizei verständigen, durch Geräusche auf sich aufmerksam machen oder vom Fenster aus Hinweise auf Täter und Tatfahrzeug sammeln und anschließend die Polizei verständigen“, rät Werenbeck-Ueding. Auch Nachbarn sollen verdächtige Beobachtungen melden, denn in vielen Fällen helfen solche Zeugenangaben bei der Aufklärung der Einbrüche.

Mehr zum Thema in der Printausgabe und dem E-Paper der DZ am Mittwoch,

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6141053?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819647%2F
Nachrichten-Ticker