„Lebensqualität hängt auch von Anbindung an die Oberzentren ab“
CDU-Jugend fordert Party-Zug

Dülmen. „Welcher junge Dülmener kennt es nicht?“ fragt die Junge Union. Und meint: Es ist Samstagnacht und die Party in Münster ist abrupt beendet, weil der letzte Zug nach Hause die sofortige Heimreise vorgibt. Die Junge Union Dülmen fordert daher eine höhere Frequenz der Verbindungen auch zu nächtlichen Zeiten. Besonders problematisch ist die Anbindung vor Sonn- und Feiertagen, also genau dann, wenn man abends länger unterwegs ist.

Donnerstag, 18.10.2018, 17:47 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 18.10.2018, 17:44 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 18.10.2018, 17:47 Uhr
„Lebensqualität hängt auch von Anbindung an die Oberzentren ab“: CDU-Jugend fordert Party-Zug
Fordern mehr nächtliche Bahnverbindungen: Die Mitglieder der Jungen Union. Foto: privat

Dann fährt der letzte Zug nach Dülmen stets um 2.10 Uhr ab. Um diesen noch zu erwischen, muss man daher häufig schon um halb zwei aufbrechen - also, wie jeder Jugendliche weiß, genau dann, wenn das Nachtleben auf seinem absoluten Höhepunkt ist. Die nächste Verbindung nach Dülmen wird erst um 6.10 Uhr angeboten, also zu einem Zeitpunkt, an dem alle Locations längst geschlossen sind. „Diese Lücken führen bei Jugendlichen zu großen Problemen“, so JU-Vorstandsmitglied Kai Heep. Denn da eine Taxifahrt für Schüler, Studenten oder Auszubildende kaum finanzierbar sei, gebe es zur Heimreise per Bahn eben auch keine sinnvollen Alternativen.

„Unsere Hauptforderung ist daher, dass auch in den Nächten zu Sonn- und Feiertagen eine Verbindung um 4.10 Uhr geschaffen wird, genau wie es unter der Woche der Fall ist. Aber auch darüber hinaus wäre eine häufigere Frequenz wünschenswert“, so Vorstandssprecher Kilian Baumann.

„Für junge Leute hängt die Lebensqualität auf dem Land entscheidend von einer guten Anbindung an die Oberzentren ab. Wenn diese nicht gegeben ist, muss man sich nicht wundern, wenn junge Leute nicht vor Ort bleiben,“ erklärt Baumann weiter.

Dabei stehe die Jugend in anderen Gemeinden des Münsterlandes vor ganz ähnlichen Herausforderungen. Die Junge Union im Kreis Steinfurt habe sich dazu zum Beispiel kürzlich mit dem dortigen Landrat Dr. Klaus Effing, der auch Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Schienen-Personennahverkehr (ZVM) ist, über einen entsprechenden Ausbau der Verbindungen ausgetauscht. Dies mache aber „nur Sinn, wenn der Ausbau von Münster aus sternförmig, also in verschiedene Richtungen, erfolgt“, so Effing.

Dieser Forderung schließt sich die Junge Union Dülmen vorbehaltlos an. Gemeinsam mit den JU-Verbänden aus weiteren Nachbarstädten und Gemeinden soll demnächst gezielt das Gespräch mit den jeweiligen Verantwortlichen gesucht werden, um den Ausbau nächtlicher Bahnverbindungen münsterland-weit voranzutreiben.

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