Positives Fazit nach der Bombenentschärfung
Langes Warten auf die Entwarnung

Dülmen. Nach der erfolgreichen Bombenentschärfung An der Lehmkuhle wird es für alle beteiligten Einsatzkräfte zeitnah noch eine Nachbesprechung geben. So viel steht aber einen Tag nach dem Großeinsatz bereits fest: „Als grundsätzliches Fazit können wir sagen, dass alles reibungslos funktioniert hat“, so André Siemes von der Pressestelle der Stadt Dülmen.

Donnerstag, 18.10.2018, 19:03 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 18.10.2018, 18:39 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 18.10.2018, 19:03 Uhr
Positives Fazit nach der Bombenentschärfung: Langes Warten auf die Entwarnung
Auch um die jüngsten evakuierten Dülmener kümmerten sich die DRK-Helfer in der Mensa der Kardinal-von-Galen-Schule. Foto: Stief

Allerdings hatte der Einsatz viel länger gedauert, als von allen erwartet worden war. „Die Bombe lag in 7,5 Meter Tiefe und war daher auch sehr schwer zu erreiche, da die Lehm- und Mergelschichten mit größter Vorsicht abgetragen werden mussten.“ Erst als die Zehn-Zentner-Bombe komplett freigelegt worden war, konnte mit der Evakuierung der 800 Anwohner innerhalb des 500-Meter-Radius rund um den Fundort begonnen werden.

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes hatten bereits am Dienstagabend begonnen, die Anwohner und Betriebe innerhalb der Sperrzone zu informieren. „Dabei wurden Infozettel verteilt, geklingelt wurde in den Wohnungen allerdings nicht, da es teilweise schon nach 22 Uhr war.“ Die innerhalb der Sperrzone liegenden Betriebe wurden am Mittwochmorgen informiert. „Alle waren dabei sehr kooperativ, obwohl es immer wieder Anfragen zum Zeitplan gab.“ Unterschiedlich waren die Reaktionen in den Betrieben auf die bevorstehende Bombenentschärfung, „denn während in einigen Unternehmen bis zum Beginn der Evakuierung gearbeitet wurde, hatten einige erst gar nicht geöffnet.“

Im am Rande der Sperrzone liegenden Deutschen Institut für Pferdeosteopathie machten die Mitarbeiter einige Minuten eher Feierabend, die Pferde blieben allerdings auf dem Hof Thier zum Berge.

Kalt blieb der Grill am Mittwoch im Imbiss von Petra Kocken auf dem real-Parkplatz. „Wir öffnen normalerweise um 11 Uhr und das Risiko war einfach zu groß, wenn wir alles vorbereitet hätten und anschließend die Ware wegwerfen müssten. Dass die Evakuierung erst gegen 15 Uhr beginnen würde, konnte ja vorher niemand wissen“, zeigte Kocken Verständnis.

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