Sekundarschulgegner wird Sekundarschullehrer
Wechsel zum „unterlegenen Schulsystem“

Dülmen. Christian Wohlgemuth war als Dülmener Fraktionsvorsitzender der FDP der erbittertste Gegner gegen den Neubau einer Dülmener Sekundarschule. Mit seiner Zweimann-Fraktion mobilisierte er einen Bürgerentscheid, der schließlich mit vielen Eltern und Lehrern als Unterstützer tatsächlich gegen die überwältigende politische Ratsmehrheit den Bau der neuen Schule verhindern konnte.

Mittwoch, 17.10.2018, 20:38 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 17.10.2018, 20:36 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 17.10.2018, 20:38 Uhr
Sekundarschulgegner wird Sekundarschullehrer: Wechsel zum „unterlegenen Schulsystem“
Christian Wohlgemuth kämpfte im Jahr 2017 engagiert gegen den Bau einer Sekundarschule in Dülmen. Und verhinderte sie schließlich. Foto: mm

Die Stadt setze auf das strukturell unterlegene Schulsystem, es müsse alles dafür getan werden, Hauptschule, Realschule und die Gymnasien zu erhalten, lautete sein bildungspolitisches Credo. Nötigenfalls müsse eben in der Hermann-Leeser-Realschule eine neue Klasse für Hauptschüler geschaffen werden, wenn sich nicht mehr genügend an der bestehenden Hauptschule anmelden sollten.

Nun hat der 45-Jährige sich auf eigenen Wunsch versetzen lassen - ausgerechnet an die Sekundarschule in Velen. Das löst bei seinen bildungspolitischen Gegnern in Dülmen großes Stirnrunzeln aus.

Doch Wohlgemuth versichert, an seiner politischen Einschätzung habe sich nicht das Geringste geändert: „Ich bin fest davon überzeugt, dass es richtig war, in Dülmen keine Sekundarschule zu bauen.“ Er glaube weiterhin an die Überlegenheit des dreigliedrigen Schulsystems.

Im DZ-Gespräch erklärt er seine Beweggründe als Lehrer an eine Schulform zu wechseln, die er als Politiker bekämpft. Nachzulesen in der Donnerstagsausgabe der DZ, Printausgabe und E-Paper.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6129344?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819647%2F
Nachrichten-Ticker