Bombenfund An der Lehmkuhle
Blindgänger ist erfolgreich entschärft

Dülmen. Nachdem die Freilegungsarbeiten am Blindgänger an der Lehmkuhle abgeschlossen sind, kann kurz nach 15 Uhr  die Evakuierung starten. Rund um die Evakuierungszone werden Straßensperren eingerichtet – unter anderem wird die Zufahrt von der B474 in Richtung Dülmen gesperrt.

Seit Mittwochmorgen ist der Kampfmittelbeseitigungsdienst dabei, eine Zehn-Zentner-Bombe in der Straße An der Lehmkuhle vollständig freizulegen. Erst erst danach kann die Entschärfung erfolgen. Die Lehmkuhle trägt ihren Namen zu Recht, sodass die Kampfmittelräumer den Mergel Schicht für Schicht abtragen müssen, bis der Blindgänger freigelegt ist.
Neben den insgesamt 140 Einsatzkräften der Rettungsdienste sowie von Polizei und Ordnungsamt warten auch rund 800 Anwohner in einem Radius von 500 Metern um den Fundort auf das Startsignal, denn vor dem Beginn der Entschärfung müssen sie ihre Wohnungen verlassen.

Mittwoch, 17.10.2018, 19:40 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 17.10.2018, 19:09 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 17.10.2018, 19:40 Uhr
Bombenfund An der Lehmkuhle: Blindgänger ist erfolgreich entschärft
Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung und der Firma Schollenberger nach der Entschärfung: v.l.: Mirko Gaidischki, Sebastian Holtei, Frank Schröder, Horst Schöwe, Heinz Holtei. Foto: Stadt Dülmen

Reagiert haben bereits im Vorfeld die Verantwortlichen mehrerer Gewerbebetriebe und Dienstleister. So wurden die Kunden des Real-Marktes durch große Aufsteller auf die anstehende Räumung des Marktes, der auf dem Quellberg - und damit in der Sperrzone liegt - informiert. Per Lautsprecherdurchsage sollten dann die Einkäufer zum Verlassen des Warenhauses aufgefordert werden.
Die Sparkasse Westmünsterland hatte bereits im Vorfeld reagiert und die Filiale an der Münsterstraße am Mittwoch gar nicht geöffnet.
An der Kardinal-von-Galen-Schule warteten die 50 ehrenamtlichen Helfer des DRK aus dem gesamten Kreis darauf, die Evakuierten aufnehmen zu können. Michael Weber, zuständig für den Katastropenschutz: „Wir organisieren von hier aus auch den Transport von Anwohnern im Rollstuhl und Gehbehinderten mit Rollatoren zur Schule.“
Während das DRK-Team in der Schulmensa die Versorgungsstelle für die evakuierten Anwohner einrichtete, besuchten auch DRK-Präsident Konrad Püning und der Kreisvorsitzende Christoph Schlütermann die Einsatzkräfte. Die Frage „Wann geht es los?“ konnten die Helfer da noch nicht beantworten. Kurz nach 15 Uhr konnte die Evakuierung beginnen. Gegen 17.50 war diese abgeschlossen und die Experten haben inzwischen mit der Entschärfung begonnen. Es handelte sich um eine Zehn-Zentner-Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg mit Kopf- und Heckzünder. Die Evakuierung ist aufgehoben, alle Anwohner können zurück in ihre Häuser. Die Straßensperren werden in diesen Minuten entfernt, so dass der Verkehr in Kürze wieder normal laufen kann.

Die Dülmener Zeitung wird ihre Berichterstattung laufend aktualisieren.

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