Vertreter aller Seiten diskutierten Dümo-Erweiterungspläne
Ein Kompromiss deutet sich an

Hiddingsel. Firmenexpansion ja, aber bitte nicht auf der von den Unternehmern Thyssen angedachten Fläche. Ideal wäre eine Umsiedlung in das Gewerbegebiet Dülmen-Nord – so die Haltung vieler Mitglieder der Bürgerinitiative „Lebensraum Hiddingsel“. Diese hatte am Dienstagabend interessierte Bürger eingeladen.

Mittwoch, 12.09.2018, 18:50 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.09.2018, 18:48 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 12.09.2018, 18:50 Uhr
Vertreter aller Seiten diskutierten Dümo-Erweiterungspläne: Ein Kompromiss deutet sich an
Engagiert diskutierten die Hiddingseler über die Expansionspläne des Unternehmens Dümo. Foto: Bücker

Gernot Gottschling vom Haus der Klaviere konnte rund 100 Gäste begrüßen. Unter ihnen Ortsvorsteher Hendrik Clodius, der Hiddingseler CDU-Chef Stefan Lütke Daldrup, Vertreter des Stadtrates, Mitarbeiter von Dümo und auch Michael und Jörn Thyssen. Sie alle nahmen ihre Chance wahr, sich - mitunter sehr emotional - auszutauschen.
Karsten Roß zeigte zunächst die Missstände der gegenwärtigen Situation rund um das Unternehmen Dümo auf. Mit Luftaufnahmen belegte er die Belastungen durch parkende und abgestellte Wohnmobile im öffentlichen Raum. „Weil der Wendehammer zugeparkt ist, müssen selbst Streifenwagen der Polizei und die Wagen der Müllabfuhr rückwärts raussetzen“, beschrieb Roß die Situation. Mit hochgerechneten Zahlen und der beispielhaften Entwicklung des bayrischen Partnerunternehmens „Freistaat Caravaning & more“ zeichnete Roß dann ein visionäres Szenario zur Geschäftsentwicklung bis 2030 auf. Eine zusätzliche Belastung käme auf die Hiddingseler durch die Umsiedlung des Unternehmens Reisemobil Service Center Dülmen (RSC) aus dem Dernekamp zu.
Als alternative Standorte favorisiere die Bürgerinitiative das Gewerbegebiet Dülmen-Nord. Weitere Möglichkeiten seien Areale an den Ausfallstraßen nach Buldern oder Daldrup, um den Verkehr aus dem Dorf zu lassen. Diskussionswürdig sei das ohnehin bereits als Gewerbegebiet ausgewiesene Areal Dörfer Geist. Hier stünden 25.000 Quadratmeter zur Verfügung und man könne das bestehende Firmengelände sogar per Fußgängerbrücke anbinden.

Mehr zum Thema in der Donnerstagsausgabe der DZ und im E-Paper.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6045736?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819647%2F
Nachrichten-Ticker