Ortsvorsteher Hendrik Clodius über die dümo-Kontroverse in Hiddingsel
„Zu viel Emotionalität im Spiel“

Hiddingsel. Gegen die Erweiterungspläne der Firma dümo am Graskamp in Hiddingsel hat sich mit der Gründung einer Bürgerinitiative unter Federführung der direkten Nachbarn Widerstand formiert. Hiddingsel, so hat man den Eindruck ist in zwei Lager gespalten: in Befürworter und Gegner der dümo-Pläne. DZ-Redakteurin Claudia Marcy sprach darüber mit Hiddingsels Ortsvorsteher Hendrik Clodius.

Freitag, 17.08.2018, 19:40 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 17.08.2018, 19:34 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 17.08.2018, 19:40 Uhr
Ortsvorsteher Hendrik Clodius über die dümo-Kontroverse in Hiddingsel: „Zu viel Emotionalität im Spiel“
Die Erweiterungspläne der Firma dümo am Graskamp sorgen für kontroverse Diskussionen in Hiddingsel. Foto: Marcy

Wie ist die Stimmung derzeit in Hiddingsel?

Clodius: Die Erweiterungspläne von Familie Thyssen und die Gründung einer Bürgerinitiative gegen diese Pläne sind das Top-Thema in Hiddingsel, das kann man schon so sagen. Von einer Spaltung des Dorfes in zwei Lager würde ich allerdings nicht sprechen. Noch nicht. Aber es ist sehr viel Emotionalität im Spiel, auch persönliche Anwürfe, und das ist nicht hilfreich. Es wäre gut, wenn man zu einer sachlichen Diskussion zurückfände und über Fakten verhandelt.

Könnte eine Informationsveranstaltung unter Leitung der Dorfgemeinschaft dazu beitragen?

Clodius: Ja. Das habe ich im Übrigen schon auf der Delegiertenversammlung der Dorfgemeinschaft in Hiddingsel vor der Sommerpause angeregt: Die Dorfgemeinschaft als Vertretung der Hiddingseler Bürger und Vereine ist meiner Meinung nach geeignet, um zu einer neutralen Veranstaltung einzuladen, auf der der Unternehmer seine Pläne und die Gegner ihre Argumente vorstellen. Die Dorfgemeinschaft ist ja mit dem Ziel gegründet worden, sich aktiv in die Dorfentwicklung und -gestaltung einzubringen und jenseits der Politik neue Impulse zu geben. Eine solche Veranstaltung, auf der deutlich wird, was der aktuelle Stand der Dinge ist, wäre sehr hilfreich.

Warum hat es diese Veranstaltung noch nicht gegeben?

Clodius: Unter Federführung von Markus Krüskemper vom Vorstand der Dorfgemeinschaft hat es einen Terminvorschlag gegeben: Am 7. August im Pfarrheim. Den dümo-Kritikern war das zu früh, sie wollten sich erst formieren. Herr Thyssen hat dann auf einer eigenen Veranstaltung am 6. August seine Pläne vorgestellt. Die Dorfgemeinschaft ist nach meinem Kenntnisstand weiter am Ball und wird demnächst zu einer Veranstaltung einladen, auf der beide Seiten ihre Sicht der Dinge vorstellen. Ideal wäre es, wenn auch Vertreter der Verwaltung und der Politik dabei wären, um Fragen zu beantworten.

Mehr zum Thema in der Printausgabe  und dem E-Paper der DZ am Samstag.

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