Hinter den Kulissen der Landes-Gartenschau in Bad Iburg
Wenn Metaller und Gärtner messen

Dülmen. Grüne Wiesen und volle Blütenpracht - und das nach mehreren Wochen Sommerhitze. Auf dem Gelände der Landesgartenschau in Bad Iburg hat der Sommer keine Spuren in Form von verbrannten Grünflächen hinterlassen. Wie das gelingt, erfuhren Monika und Karl Schönhaus bei der Blick hinter die Kulissen-Tour der DZ. Gemeinsam mit Chef-Gärtner Christopher Merten, Patrick O. Schulz vom Bereich Organisation und Durchführung sowie Pressesprecherin Imma Schmidt ging es in die Teile des Geländes, die nicht jeder Besucher zu sehen bekommt.

Montag, 13.08.2018, 17:56 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 13.08.2018, 17:49 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 13.08.2018, 17:56 Uhr
Hinter den Kulissen der Landes-Gartenschau in Bad Iburg: Wenn Metaller und Gärtner messen
Gemeinsam mit (M.) Patrick O. Schulz (r.) und Christopher Merten (2.v.r) ging es für Karl und Monika Schönhaus hinter die Kulissen der Landesgartenschau in Bad Iburg. Unter anderem zu dem roten Boot, das Schulz vom Bulderner See gekauft hat. Foto: Hülsheger

Jeden Tag von 6 bis 10 Uhr sind die Helfer, teilweise auch Ehrenamtler, auf dem Gelände der Gartenschau unterwegs und sorgen für Ordnung, bevor die Besucher kommen. „Der lehmige Boden hier hat uns bei der Hitze durchaus geholfen“, berichtet Merten. Fleißig sind die Helfer in einer der zwei Blumenhallen. Alle zwei Wochen ändert sich dort die Ausstellung. Während eine Halle geöffnet ist, wird die andere umgebaut. Monika und Karl Schönhaus können schon einmal einen Blick in die Halle werfen, die den Besuchern demnächst präsentiert wird.

In der aktuellen Ausstellung gibt es auch einen Bezugspunkt zu Dülmen. „Das rote Boot habe ich am Bulderner See gekauft“, berichtet Schulz. Vorbei an Bonsai-Bäumen, teilweise kosten diese eine fünfstellige Summe, geht es zu den Arbeitsgeräten der Gärtner. Ein extra für die Wege angefertigter Besen oder der große Rasenmähertrecker werden präsentiert.

Doch auch beim Rundgang durch das Gelände haben Christopher Merten und Patrick Schulz eine Menge Hintergrundinformationen parat. Unter anderem aus der Bauzeit. „Bis vier Wochen vor der Eröffnung hatten wir noch Frost“, berichten die beiden von hunderten Quadratmetern Rollrasen, die innerhalb kürzerster Zeit verlegt werden mussten. Auch sind einige Anekdoten dabei. So zum Beispiel, wie unterschiedlich Metallbauer und Landschaftsgärtner messen. Für eine Open-Air-Küche war ein Plan erstellt worden. „Da stand die Zahl 200, für mich als Landschaftsbauer bedeutet dies 200 Zentimeter. Der Metallbauer hatte aber Millimeter angegeben.“ Doch auch diese Problematik konnte rechtzeitig behoben werden. „Die letzten Maschinen sind hinten raus, als vorne der Ministerpräsident die Gartenschau eröffnet hat“, scherzt Schulz.

Mehr zum Thema in der Printausgabe und dem E-Paper der DZ am Dienstag.

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