Expansionsgegner fordern: „Kirche darf das Gelände nicht verkaufen“
Initiative will dümo-Pläne stoppen

Hiddingsel. In Hiddingsel hat sich am Donnerstagabend eine Bürgerinitiative namens „Lebensraum Hiddingsel“, konstituiert. Ihr Ziel: die von Michael und Jörn Thyssen geplante Expandierung des Firmengeländes von dümo am Graskamp zu verhindern (DZ berichtete).

Freitag, 10.08.2018, 18:50 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 10.08.2018, 18:48 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 10.08.2018, 18:50 Uhr
Expansionsgegner fordern: „Kirche darf das Gelände nicht verkaufen“: Initiative will dümo-Pläne stoppen
Der Einladung von Gernot Gottschling (stehend, l.) zur Gründung einer Bürgerinitiative gegen die dümo-Erweiterungspläne am Graskamp waren rund 50 Dorfbewohner gefolgt. Foto: Stefan Bücker

Knapp 50 Interessierte hatten auf Einladung von Gernot Gottschling, Dr. Birgit Rückert, Maria Krappitz und Dr. Werner Krappitz den Weg ins Haus der Klaviere gefunden. Die Begrüßung erfolgte durch Gernot Gottschling. Die Zusammenfassung der Situation übernahm Karsten Roß.
„Wir wollen darüber informieren, warum wir der Erweiterung in dieser Form nicht zustimmen“, machte Roß deutlich, dass es um die Darstellung befürchteter Einschränkungen ging. Und zwar um Einschränkungen, die das ganze Dorf beträfen.
Gleichzeitig unterstrich er, dass die Initiatoren nicht die Absicht hätten, das Unternehmen aus Hiddingsel zu vertreiben.
„Es gibt für die geplante Erweiterung Alternativen an den Eingangsstraßen nach Hiddingsel, die das Verkehrsaufkommen im Ort wesentlich reduzieren können“, ist sich Roß sicher.
Die befürchtete Steigerung der Verkehrsbelastung, machte er deutlich, ist einer der Hauptauslöser der ablehnenden Haltung gegenüber der dümo-Expansion.
Werner Krappitz ergänzte, dass Kunden dann in der Straße unterwegs seien, wenn die Anlieger ihre Freizeit genießen möchten. Ohne Sanitäranlagen würde die Notdurft oft an Hecken der Vorgärten verrichtet.
Dass Thyssen die Erweiterung der Fläche hauptsächlich für Stellplätze seiner Fahrzeuge nutzen wolle, kaufte ihm in dieser Versammlung keiner ab. Vielmehr, so die Vermutung, gehe es ihm doch um das Wachstum seines Geschäftes. Thyssen hatte zuvor auf einer eigenen Versammlung erklärt, es gehe ihm um die Optimierung des bestehenden Betriebes, nicht aber um neue Flächen für zusätzliche Fahrzeuge. Das wolle er auch gern vertraglich zusichern.

Mehr zum Thema in der Samstagsausgabe der DZ und im E-Paper.

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