Büchereibenutzer Florian Kübber erinnert
Erwachsenenabteilung war tabu

Dülmen. Am 5. Oktober beginnen die Festveranstaltungen zum 60-jährigen Bestehen der Stadtbücherei Dülmen. DZ-Redakteurin Claudia Marcy sprach mit Florian Kübber, Vorsitzender von Ex libris, über seine persönlichen Erfahrungen als Büchereibenutzer.

Donnerstag, 09.08.2018, 18:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 09.08.2018, 17:55 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 09.08.2018, 18:00 Uhr
Büchereibenutzer Florian Kübber erinnert: Erwachsenenabteilung war tabu
Kennt die letzten 30 Jahre in der Entwicklung der Stadtbücherei Dülmen aus eigener Erfahrung. Florian Kübber, Vorsitzender von Ex libris, ist begeisterter Leser und treuer Besucher der Dülmener Einrichtung. Foto: Claudia Marcy

Herr Kübber, 60 Jahre wird die Dülmener Stadtbücherei alt. Wie viele Jahre davon haben Sie davon bewusst erlebt?
Kübber: Ich habe schon als Kind die Stadtbücherei Dülmen besucht, damals noch am Standort an der Lüdinghauser Straße. Seit über 30 Jahren besuche ich die Stadtbücherei – am Anfang mit meinen Eltern, später dann alleine. Somit habe ich mehr als die Hälfte der Stadtbücherei in Dülmen aktiv miterlebt.
 
Woran denken Sie besonders gerne zurück?
Kübber: Es gibt viele schöne Erinnerungen an die ersten Büchereijahre. Wie vielen anderen älteren Benutzern sind bei mir immer noch die mit braunem Teppich überzogenen großen Stufen zum Sitzen im Eingangsbereich in Erinnerung geblieben. Hier habe ich mir oft Hörspiele mit Kopfhörern angehört – damals noch Kassetten. Auch die für uns als Kinder steile Treppe in den Keller ist mir in Erinnerung geblieben. Unten fanden das Bilderbuchkino und der Bastelnachmittag statt, an denen ich mit meinem Bruder oft teilgenommen habe. Auch das überdimensionale Schachspiel im Innenhof war ein Treffpunkt für uns. Eine andere Erinnerung von mir sind die Zettelkästen, wo nachgeschaut werden konnte, welche Comics da sind oder welche „Die drei Fragezeichen“-Bände im Bestand waren. Und für Kinder gab es immer das „Verbot“, nach oben in die Erwachsenenbücherei zu gehen …
Gibt es auch besondere Erinnerungen an die jüngere Büchereizeit?
Kübber: In der jetzigen Bücherei habe ich 1996 angefangen, als Schüler zu arbeiten. Damit habe ich dann meine Oberstufe und das Abitur finanziert. Es hat aber viel Spaß gemacht, mit den anderen Aushilfen an der Ausleihtheke zu sitzen oder einzelne Themenbereiche zu sortieren. Nach dem Abitur habe ich meine Ausbildung in der Bücherei gemacht – auch hier gibt es zahlreiche schöne Erinnerungen. Die schönste ist wohl das Kennenlernen meiner Frau Ellen während dieser Zeit in der Stadtbücherei.

Das komplette Interview, in dem Florian Kübber weiterhin über die geplanten Ausstellung zum 60-jährigen Bestehen der Stadtbücherei berichtet, ist in der Freitagsausgabe der DZ (Print und E-Paper) zu lesen.

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