Schwere Vorwürfe gegen die Tower Barracks
Angst vor tödlichem Cadmium-Staub

Dülmen. Kisten öffnen, Geräte auspacken, reinigen und einlagern. Das war das tägliche Geschäft von David Wright Paterson, der in den Tower Barracks mit seinem Team für den Wareneingang zuständig war. „Wir bekamen Teile aus aller Welt, prüften die Geräte auf Funktion und entschieden, was damit zu tun ist.“

Donnerstag, 05.07.2018, 06:01 Uhr

Schwere Vorwürfe gegen die Tower Barracks: Angst vor tödlichem Cadmium-Staub
David Wright Paterson hat große Angst um seine Gesundheit. Foto: Michalak

Im Januar 2017 heuerte er über einen Subunternehmer bei der US Army in Dülmen an, im Juni 2017 kam dann eine große Lieferung mit elektrischen Verteilern, so genannten „PDSIE“. „Als wir diese 50 Kisten öffneten, bemerkten wir, dass das Metall überall aufgeblüht war. Es war großflächig korrodiert.“ Außerdem waren die Geräte, die Kisten und die Kunststoff-Folien, mit denen die Verteiler eingeschlagen waren, mit Staub bedeckt. „Also haben wir die Verteiler gereinigt und poliert.“

Fast ein Jahr später dann der Schock: „Wir bekamen - jetzt erst - einen Warnhinweis, dass genau diese Verteiler möglicherweise mit hochgiftigem Cadmium belastet sein könnten“, erinnert sich Paterson. Der feine Staub, der den Männern an Haut und Haaren klebte, den sie auf der Zunge spürten und einatmeten, könnte also das gesundheitsgefährdende Cadmium gewesen sein? Auch die Abteilung für Arbeitsschutz bei der Bezirksregierung in Münster ist inzwischen mit der Sache befasst.

Mehr zum Thema bringt die Dülmener Zeitung am Donnerstag in Printausgabe und E-Paper.

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