Vorplatz als schiefe Ebene
Neue Variante für den Umbau des Bahnhofes

Dülmen. Als beim Bürgerworkshop die Vorschläge für die Neugestaltung des Bahnhofes vorgestellt wurden, gab es grundsätzliche Zustimmung - und viele Anregungen. Eine davon: Die Einrichtungen am Dülmener Bahnhof auf eine Ebene zu bringen. Genau diesen Grundgedanken griff das Büro HJPlaner später auf - und entwarf eine weitere Variante für die Bahnhof-Neugestaltung, die sogenannte Variante 5. Kernpunkt dabei: der Vorplatz, der zu einer schiefen Ebene mit einer leichten Steigung von drei Prozent wird.

Dienstag, 05.06.2018, 00:11 Uhr

Vorplatz als schiefe Ebene: Neue Variante für den Umbau des Bahnhofes
Die neue Planungsvariante 5 sieht vor, dass der Vorplatz zur schiefen Ebene mit drei Prozent Steigung wird. Zu sehen sind auch das neue Empfangsgebäude (orange) und das Fahrradparkhaus (blau). Foto: HJPlaner

Die Vorteile daraus erläutern Astrid Wiechers (Fachbereich Stadtentwicklung) und Jochen Gerle (Fachbereich Tiefbau). Durch die schiefe Ebene würde über die Länge des gesamten Platzes hinweg ein Höhenunterschied von 2,80 Meter ausgeglichen werden. Von da aus fehlen nur noch 80 Zentimeter bis zum Niveau der Brücke zu den Gleisen 1/2 und zum Gleis 31. Und dieser Höhenunterschied lasse sich durch kleinere Rampen mit meist fünf Prozent Steigung problemlos überwinden, so Wiechers.

„Alles unter sechs Prozent ist barrierefrei“, fügt Gerle hinzu. „Von den Abläufen her wäre es mit einer schiefen Ebene vermutlich deutlich besser.“ Radler und Fußgänger würden sich weniger in die Quere kommen. Und: Ein Aufzug im Bahnhofsgebäude wird so unnötig.

Denn das Empfangsgebäude selbst befindet sich in den neuen Plänen auf einer Ebene mit dem Gleis 31 und der alten Gleisbrücke. Direkt vor dem Eingang ist eine Treppenanlage geplant, alternativ gibt es links und rechts Rampen. In dem dann nur noch eingeschossigen Gebäude sind etwa Reisezentrum, WC, Kiosk und Wartebereich vorgesehen. Klar ist, dass den Neubau des Empfangsgebäudes komplett die Stadt zahlen muss, hierfür gibt es keine Fördermittel.

Einen neuen Standort bekommt bei Variante 5 das Fahrradparkhaus, das zudem mit bis zu 700, teils abschließbaren Stellplätzen deutlich größer ausfallen soll (in der Vorplatz-Mitte entfallen dafür die Abstellanlagen). Das Radparkhaus geht über zwei Ebenen, auf jeder gibt es Eingänge, im Inneren eine Treppe. Für diesen Neubau hofft die Stadt auf Fördergelder vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe.

Ob am Ende die neue Variante 5 oder die beim Bürgerworkshop vorgestellte Variante mit der Nummer 2 umgesetzt wird, darüber entscheidet die Politik. Ausführliche Informationen, etwa zum weiteren Zeitplan, finden Sie in der DZ-Ausgabe von Dienstag, Print und E-Paper.

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