Wildpark bleibt mindestens bis zum 31. Januar gesperrt
„Die Gefahr ist noch da“

Dülmen. Die weißen Schilder am Wildpark-Eingang sind unübersehbar. Betreten verboten, aufgrund der zahlreichen Schäden, die Orkan Friederike hinterlassen hat. Eigentlich eindeutig - und trotzdem laufen in Sichtweite zwei Jogger auf den Waldwegen.

Donnerstag, 25.01.2018, 19:00 Uhr

Wildpark bleibt mindestens bis zum 31. Januar gesperrt: „Die Gefahr ist noch da“
Diese rund 160 Jahre alte Eiche kippte während des Orkans um - und zwar mitsamt des Wurzelballens, zeigt Thomas Rövekamp. Foto: Kerstan

„Dafür habe ich echt kein Verständnis“, sagt Thomas Rövekamp kopfschüttelnd. „Die Gefahr ist immer noch da.“ Mindestes bis zum 31. Januar dauert die Sperrung. Aus gutem Grund: Als der Wind am Mittwoch auffrischte, seien erneut Bäume gefallen. Dann berichtet der Förster, der am Parkeingang wohnt, dass er einige Spaziergänger sogar angesprochen und ihnen das Verbot erläutert habe - und sein Gegenüber trotzdem weiterging in den Wildpark.

Dort sind, eine Woche nachdem Friederike über Dülmen fegte, die Spuren des Orkans überall zu sehen: Umgestürzte und abgeknickte Bäume, andere stehen schief. Einige, darunter eine rund 160 Jahre alte Eiche, sind mitsamt des Wurzelballens gefallen. „Beim Orkan kam dazu, dass der Boden schon sehr nass war. Seit November hat es fast nur geregnet“, erklärt der Förster der Croyschen Verwaltung.

Für rund 2000 Hektar Wald sind er und seine Mitarbeiter rund um Dülmen zuständig. Aktuell hat das Freiräumen von Wegen oberste Priorität, einige Wälder konnte Rövekamp nach dem Orkan noch gar nicht in Augenschein nehmen. „Dieses Jahr werden wir mit dem Aufräumen beschäftigt sein, im nächsten Jahr dann mit dem Aufforsten.“ Wenig hilfreich ist für Ersteres der weiterhin nasse Boden, nicht überall kommt man mit schwerem Gerät hin. „Da fährt man nur alles kaputt, die Folgeschäden wären groß“, erläutert er, warum mancherorts noch nicht geräumt werden kann.

Auch wenn der Förster bislang erst einen groben Überblick hat: „Es sind mehrere Tausend Festmeter Holz, die jetzt am Boden liegen“, sagt Rövekamp mit Blick auf die herzoglichen Wälder. Positiv sei jedoch, dass der Holzmarkt wohl nicht, wie vor zehn Jahren nach Kyrill, übersättigt sei und die Preise nicht in den Keller gehen.

Den ausführlichen Bericht sowie weitere Infos zum großen Aufräumen nach dem Orkan finden Sie in der DZ-Ausgabe von Freitag, Print und E-Paper.

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