Politisches Jahresgespräch
FDP will Schulpolitik voranbringen

Dülmen. Kaum hat die Dülmener FDP mitgeholfen, die Sekundarschule per Bürgerentscheid zu verhindern, da reicht sie den Schulen die Hand zur Zusammenarbeit. „Wir wollen das mehrgliedrige Schulsystem verbessern“, erklärt Fraktionsvorsitzender Christian Wohlgemuth.

Freitag, 05.01.2018, 19:00 Uhr

Politisches Jahresgespräch: FDP will Schulpolitik voranbringen
Der Fraktionsvorsitzende Christian Wohlgemuth hat sich gegen die Sekundarschule stark gemacht. Foto: mm

Und weil die FDP inzwischen auch in der Landesregierung wieder Sitz und Stimme hat, wird Franziska Müller-Rech, schulpolitische Landessprecherin der FDP, am Freitag, 12. Januar, Gast in Dülmen sein. „Wir wollen mit ihr die Haupt- und die Realschule besuchen und mit den Verantwortlichen diskutieren, wie es weitergehen kann“, ergänzt FDP-Ratsherr Ralf Schmidt.

Die Liberalen sehen gute Chancen, jetzt die Weichen für eine nachhaltige Schulpolitik zu stellen. „Es ist gut, dass die Förderschulen wieder die Anerkennung bekommen, die ihnen zusteht“, sagt Schmidt, der das Experiment der Inklusion im Regelunterricht als gescheitert betrachtet. Die FDP will in einem Dülmener Arbeitskreis liberale Schulpolitik konkretisieren und hofft auf einen vorurteilsfreien Dialog. „Wir haben der CDU Gespräche angeboten und werden auch eine Gesamtschule in unsere Überlegungen einbeziehen“, kündigt Wohlgemuth an. Wo immer es nötig sei, müsse über mehr Personal nachgedacht werden, in den Schulen, aber auch in der Bezirksregierung. „Es ist nicht hinzunehmen, dass Hinweisen auf Schulschwänzern aufgrund von personeller Überlastung inzwischen gar nicht mehr nachgegangen wird“, findet Wohlgemuth. Er wolle Müller-Rech zudem fragen, was die FDP in NRW davon hält, die Versetzung von der Grundschule wieder enger an schulische Leistungen zu koppeln. Dem Elternwillen werde hierbei ein zu großer Spielraum eingeräumt.

Die großen Investitionen in das Intergenerative Zentrum (IGZ) und das Freizeitbad düb bewertet die FDP im DZ-Gespräch kritisch. „Es wäre besser, mit ein paar tausend Euro konkrete intergenerative Projekte zu fördern, als Millionen im IGZ-Bau zu verfeuern“, erklärt Schmidt. Hier sei die Politik zu sehr von den in Aussicht gestellten Fördergeldern geblendet.

Mehr zum Thema in der Printausgabe und dem E-Paper der DZ am Samstag.

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